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EMKNI - 04.11.2002   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Gebet und Unterschriften für Verfolgte in Indonesien

Die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) lädt Kirchgemeinden aller Konfessionen ein, am 10. oder am 17. November 2002 im Gedenken an bedrängte Mitchristen einen besonderen Gottesdienst zu gestalten. Ziel ist die Sensibilisierung von Schweizer Christinnen und Christen für die weltweite Situation der verfolgten Kirche.
Im Fokus stehen dieses Jahr vier Länder: Nigeria, China, Turkmenistan und Indonesien. Für dieses Land wird erstmals im Rahmen des Sonntags der verfolgten Kirche eine Unterschriftenaktion durchgeführt. Die Petition richtet sich an die indonesische Zentralregierung. Die Unterzeichnenden sind besorgt über die Situation der christlichen Minderheit in Indonesien.
Seit 1999 hätten über 9000 Menschen gewaltsam ihr Leben verloren. Die Regierung wird aufgefordert, dass die Sicherheitsorgane sich unparteiisch verhielten und Armeeangehörige, die sich auf die Seite des islamistischen „Laskar Jihad“ geschlagen hätten, diszipliniert würden. Das von der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit der SEA unterzeichnete Schreiben setzt sich auch für die Freilassung von sechs unschuldig inhaftierten Christen ein.
Niemand der Verantwortlichen des Sonntags der verfolgten Kirche ahnte im Januar, als diese Petition beschlossen wurde, welche traurige Aktualität Indonesien durch das Attentat auf Touristen in Bali in diesem Jahr noch erhalten würde. Um so wichtiger erscheint es jetzt der Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit, auch bezüglich der Behandlung von Christinnen und Christen auf die Zentralregierung Indonesiens Druck auszuüben.
Der „Sonntag der verfolgten Kirche“ ist der Schweizer Ausdruck des internationalen Gebetstages für die verfolgte Kirche der Weltweiten Evangelischen Allianz. Es wird erwartet, dass am 10. und 17. November in über 100 Ländern schätzungsweise 100 Millionen Christen für dieses Anliegen beten werden und so eine einzigartige geistliche Verbundenheit demonstrieren. Weiter Informationen sind zu finden auf dem Internet unter www.each.ch/svk


Quelle: SEA/Medienmitteilung (fh)

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