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EMKNI - 06.10.2002   Zurück zur Übersicht

Frankreich: Annäherung beschlossen

Am 5. Oktober 2002 haben anlässlich einer ausserordentlichen Generalversammlung in Mulhouse (F) die Delegierten der Evangelisch-methodistischen Kirche (F) der Eingliederung der Eglise Méthodiste de France zugestimmt. Das Stimmenverhältnis war 59 Ja zu zwei Nein. Während einer Probezeit von drei Jahren (1.1.2003 - 31.12.2005) soll die Annäherung soweit gedeihen, dass einer Fusion nichts mehr im Wege steht. Die Evangelisch-methodistische Kirche umfasst vierzehn Gemeinden davon zwei Kambodianer-Gemeinden. Die Eglise Méthodiste de France weist zehn Gemeinden aus. Zusammen führen die Kirchen vier Alters- und Pflegeheime und ein Ferienheim.
Der Prozess der Annäherung muss auf allen Ebenen der Kirchen gewährleistet sein. Dafür sind die beiden Kirchenvorstände verantwortlich. Sie wenden sich viermal pro Jahr mit einer Standortsbestimmung über die Schritte zur Vereinigung an die Gemeinden.
Die Jährliche Konferenz Schweiz/Frankreich hatte in Basel für einen solchen Weg der Annäherung grünes Licht gegeben (siehe auch EMKNI-Meldung vom 31.05.2002). In Zukunft wird das Verhältnis der deutsch- zu den französischsprachigen Mitgliedern in der Jährlichen Konferenz zwei Drittel zu einem Drittel erreichen. Das bedeutet, dass die Jährliche Konferenz in allen Belangen zweisprachig geführt werden muss.
Der volle Text des historischen Beschlusses in Mulhouse lautet:
„Wir begrüssen die Eingliederung der Eglise Méthodiste de France in die Evangelisch-methodistische Kirche als eine Annäherung auf Probe. Im Statut der UEEM wird ein Abschnitt „Übergangsbestimmungen" angefügt mit den folgenden Artikeln:
Art. 24: Vorbedingungen.
Die formelle Anfrage um Aufnahme der Eglise Méthodiste de France in die Evangelisch-methodistische Kirche bedingt eine vorübergehende Anpassung unserer Statuten. Dies erlaubt eine Fortführung beider Rechtspersonen und ihrer Strukturen.
Art. 25: Dauer und Reichweite der Übergangsbestimmungen.
Die Gemeinden der Eglise Méthodiste de France werden aufgrund ihres Antrages in die UEEM für eine Übergangszeit von drei Jahren aufgenommen. Diese Übergangszeit beginnt am 1.1.2003.
Am Ende dieser Periode wird, im Falle eines Antrags um definitive Aufnahme, eine weitere Abstimmung der im Artikel 24 genannten Rechtsträger nötig sein. Sollte die Abstimmung die qualifizierte Mehrheit von zwei Dritteln erreichen wird der Zusammenschluss definitiv."
(Übersetzung des französischen Textes).


Quelle: Bischof Heinrich Bolleter

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