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EMKNI - 17.10.2002   Zurück zur Übersicht

Welt/USA: Präsidentin des Bischofsrats ist gegen einen Krieg mit dem Irak

Die Präsidentin des Bischofsrates der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), Bischöfin Sharon A. Brown Christopher, hat die Methodisten weltweit am 4. Oktober mit einem Pastoralbrief angeschrieben und sich dabei nachdrücklich gegen einen Präventivschlag gegen den irakischen Präsidenten Saddam Hussein ausgesprochen. Zunächst sieht sich die Präsidentin angesichts des "Evangeliums des Friedens", der "Sozialen Grundsätze der EMK" und der Aufgabe der Generalkonferenz der EMK, "zur Welt zu sprechen", herausgefordert, eine Stellungnahme auch in schwieriger Lage abzugeben. Kern ihrer Botschaft ist, dass das Evangelium Christi ein Evangelium des Friedens, der Versöhnung und der Liebe sei und dass ein Präventivkrieg gegen den Irak gegen den elementaren Kern des Evangeliums verstossen würde - und nicht zuletzt gegen die UNO-Bemühungen. Zum Schluss ruft die Präsidentin zum Gebet für die Führer der Nationen auf - auch für US-Präsident George W. Bush und Vizepräsident Dick Cheney von der EMK: "Lasst sie von eurer tiefen Sorge wissen und betet darum, dass sie aufrichtig den Willen Gottes suchen, wenn sie über Leben und Tod, Krieg und Frieden entscheiden." Der vollständige englische Wortlaut kann nachgelesen werden unter: www.umc.org/headlines/newsflash/.
Dort findet sich auch ein Bild- und Tondokument, indem sich die Bischöfin zu ihrem Brief äussert. Auf dieser Homepage sind ausserdem wichtige Texte der EMK zu den Themen Krieg, Frieden und dem Irak zusammengestellt.
Eine Delegation von methodistischen Bischöfen wollte Präsident George W. Bush am 11. Oktober treffen. Der Zweck der Besprechung war, die Kriegsposition der Kirche zu erörtern, Sorgen auszudrücken und für den Präsidenten zu beten. Das Weisse Haus lehnte die Bitte der Bischöfe um eine Besprechung ab und bot ein Treffen mit einer Stabsperson an. Die Bischöfe fanden dies unannehmbar. Sie versammelten sich später an diesem Tag, um mit der Presse zu sprechen, gaben eine Kopie des Textes am Eingang des Weissen Hauses ab und schlossen mit einem Gebet für den Präsidenten, die Nation und die Opfer des Krieges.


Quelle: GFS/EMK Deutschland/Newscope/United Methodist News Service

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