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EMKNI - 17.12.2003   Zurück zur Übersicht

Mosambik: EMK baute 123 Häuser für Bevölkerung

Vasco Cossa’s neues Haus hat ein Wohnzimmer, aber er sitzt nicht oft dort, weil das Zimmer sehr spärlich möbliert ist. Es steht nur ein Radiogerät darin, dessen Musik die drei Räume des Hauses erfüllt. Trotzdem stellt das Wohnzimmer ein Neubeginn für die Familie von Vasco Cossa dar. Das Haus mit dem Wohnzimmer ist eines von 123 Häusern im neuen Dorf in Magoanine, die von der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Mosambik nach der Flutkatastrophe im Jahr 2000, die zahlreiche Obdachlose hinterliess, gebaut wurde. Subventioniert wurden die Häuser vom weltweiten methodistischen Hilfswerk UMCOR (United Methodist Committee on Relief) und von der Weltmission der EMK in Deutschland, die 60 der Häuser aus den Spenden der Flutkatastrophe 2000 finanziert hat.

“Magoanine ist das erste unserer Projekte in Afrika, bei dem Erdblöcke aus heimischer Erde verwendet wurde,“ sagte Pfarrer Paul Dirdak von UMCOR. „Das Fundament der Häuser mit diesen Erdblöcken ist damit viel stabiler, als die Häuser, die durch die Flut zerstört wurden.“ Dabei wurden auch Maschinen eingesetzt, die Ziegel herstellen. Es wurde dazu ein Gemisch aus Erde, angereichert mit Zement verwendet. Eine solche Maschine kann 200 Ziegel in der Stunde produzieren. „Dabei ist kein Mörtel notwendig, da die Substanzen in der Mischung ausreichen, um die Ziegel kompakt zu halten,“ sagte Dirdak. „Die eingesetzten Maschinen zur kostengünstigen Herstellung von Ziegeln wurde von uns zunächst in Südafrika genutzt bei einem Internatsbau und von dort nach Mosambik importiert. Sie waren auch bei anderen Projekten im Einsatz und sind es weiterhin,“ so Thomas Kemper von der EMK-Weltmission gegenüber EMKNI. So hat die EMK-Weltmission drei dieser Maschinen gekauft.

Die Häuser konnten dadurch günstig, d.h. für nur 2'800 US-Dollar, gebaut werden und dies erst noch in der Hälfte der üblichen Bauzeit. Die Menschen konnten die Häuser mietfrei beziehen. Es muss nur die Elektrizität und das Wasser aus den Brunnen bezahlt werden. Für viele Bewohner ist es das erste Mal, dass sie Zugang zu Elektrizität haben. Familien können die Häuser mit den drei Zimmern auf eigene Kosten erweitern, denn durchschnittlich hat eine Familie sechs Kinder in Mosambik. Die Regierung hat der EMK in Mosambik die Erlaubnis erteilt, eine Kirche, ein Pfarrhaus, eine Schule und eine Klinik in Magoanine zu bauen.

EMK-Bischof Joao Somane Machado in Mosambik beauftragte Pfarrer Morais Quissico, den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Jahr 2000 zu leiten. Thomas Kemper von der EMK-Weltmission: „Im Jahr 2004 werden wir mit 15.000 US-Dollar das Büro und Gehalt von Pfarrer Morais Quissico für die Nothilfe- und Entwicklungsarbeit der dortigen EMK mitfinanzieren. Damit wird das Büro finanziell zum ersten Mal gemeinsam mit UMCOR getragen.“

UMCOR hat den Kirchen vor Ort auch finanzielle Unterstützung zugesichert, um den Wiederaufbau des Landes voranzutreiben. Dabei geht es zum Beispiel um die Wiederaufforstung oder den Kauf neuer Ochsen, damit die Bewohner ihre Felder pflügen können. Es gibt auch Programme betreffend Minen und Aids. Auch ein zweites Häuser-Projekt ist geplant. Das Krankenhaus in Chicuque erhält finanzielle Unterstützung, um die Gesundheitssituation in der Bevölkerung zu verbessern. Im Krankenhaus arbeitet ein Ärzteehepaar aus Deutschland im Auftrag der EMK-Weltmission.


Quelle: United Methodist News Service / EMK-Weltmission / EMKNI

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