Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 07.02.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Konflikt mit dem Irak ohne Krieg lösen

Bischöfin Sharon A. Brown Christopher, Präsidentin des methodistischen Bischofsrats, hat US-Präsident George W. Bush geschrieben und ihn dazu gedrängt, "jede Gelegenheit zu suchen, den Irak zu entwaffnen, ohne dabei einen Krieg zu beginnen." Bischöfin Christopher gab zwei Briefe heraus, einen für Präsident Bush und den anderen für die 9,8 Millionen Methodisten in aller Welt.

„Als Präsidentin des Bischofsrates der Evangelisch-methodistischen Kirche und als Pfarrerin schreibe ich an Sie, als methodistischer Bruder, wegen der schweren Last, die in diesen Tagen auf Ihren Schultern ruht," so Christopher in ihrem Brief an Präsident Bush. "Die menschliche Gemeinschaft steht an einem Schnittpunkt von Entscheidungen, die das gemeinsame Leben und die internationalen Beziehungen für die nächsten Jahre prägen werden," schrieb sie. "In Ihren Händen ruht ein grosser Teil des Pfades, dem wir folgen werden.“

"Das Evangelium von Jesus Christus ist ein Evangelium des Friedens," setzte die Bischöfin fort. "Es ruft uns auf, über politische Ideologien und nationale Interessen hinaus zu gehen, um zum Wohle der menschlichen Familie zu wirken."
Sie lobte Bush für seine "sorgfältige Arbeit innerhalb der Prozesse der Vereinten Nationen" und drängte ihn "auf dem Kurs zu bleiben, um jede Gelegenheit zu suchen, den Irak zu entwaffnen, ohne dazu einen Krieg zu beginnen, und jeden friedlichen Weg zu suchen, um die Welt und unsere Nation gegen die Tyrannei rund um den Globus zu schützen."
Christopher bat den Präsidenten auch darum, das potentielle Leiden und den potentiellen Verlust des Lebens von militärischem Personal und von Männern, Frauen und Kindern des Iraks zu betrachten. "Ich flehe Sie an, die Stimme von Hunderttausenden von Amerikanern und Bürgern aus anderen Ländern zu hören, die für Frieden demonstrieren und nach Ihrer äussersten Zurückhaltung fragen."

In ihrem Brief an die Methodisten in der ganzen Welt rief Bischöfin Christopher zum Gebet auf. „Der Bischofsrat drängt Sie dazu, sich uns in Gebet anzuschliessen," so Christopher. "Entscheidungen, die Auswirkungen auf die Welt und das Leben haben und in den kommenden Tagen und Wochen gefällt werden, erfordern Gottes Führung."

Schon im Oktober 2002 (siehe EMKNI vom 22.10.2002) hatte sich Bischöfin Christopher wegen des drohenden Krieges mit dem Irak mit einem Brief an alle Methodisten in der Welt gewandt und zum Gebet aufgerufen. Dieser Brief wurde auch Präsident Bush und Vizepräsident Cheney zugesandt.

Der komplette Wortlaut der beiden Briefe, datiert vom 6. Februar 2003, können auf Englisch im Internet nachgelesen werden unter www.umc.org


Quelle: United Methodist News Service / EMKNI

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"