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EMKNI - 13.01.2003   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Bischof Klaiber ruft zum Beten für den Frieden auf

Der Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Deutschland, Dr. Walter Klaiber, ruft in einem Schreiben vom 8. Januar 2002 an alle Pfarrerinnen und Pfarrer zum Gebet für den Frieden auf. Er schreibt:

„Der Krieg im Irak scheint unabwendbar. Zwar liegt der Bericht der UN-Waffenkontrolleure noch nicht vor. Es zeichnet sich auch kein Ergebnis ab, das einen Krieg rechtfertigen könnte – vorausgesetzt, dass es überhaupt Situationen gibt, in denen angesichts schwerer Menschenrechtsverletzungen ein begrenztes militärisches Eingreifen zu verantworten ist. Aber es ist auch kaum noch vorstellbar, dass es ein Ergebnis dieser Kontrollen gibt, das die USA davon abhalten könnte, ihre schon im Gang befindliche Kriegsmaschinerie zu stoppen. Ein amerikanischer Bekannter sage mir ganz offen: Es geht nicht um Massenvernichtungswaffen, es geht um die Veränderung der Machtverhältnisse im Mittleren Osten zu unseren Gunsten. Wir können als Christen diese Situation nicht einfach fatalistisch hinnehmen. Unser Nein zu diesem Krieg bleibt klar. Darin sind wir uns mit anderen christlichen Kirchen in Deutschland und unserer Kirche in den USA einig. Aber wir können mehr tun als Nein sagen. Wir können und müssen für den Frieden beten. Das geschieht schon an vielen Orten. Ich möchte aber dazu aufrufen, noch intensiver und möglichst zusammen mit andern in ökumenischen Friedensgebeten für Frieden im Irak, für die Menschen dort, für die politisch Verantwortlichen in den USA, im Irak und in der UNO zu beten und auch nicht aufzuhören, um Frieden und Versöhnung in Israel und Palästina zu bitten.“


Quelle: Dr. Walter Klaiber, Bischof der EMK in Deutschland

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