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EMKNI - 14.01.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Gebetswoche der Allianz am Sonntag zu Ende gegangen

Die Gebetswoche der Evangelischen Allianz findet seit ihrer Gründung 1846 jedes Jahr in der ersten vollen Januarwoche statt. In diesem Jahr wurde an vielen Orten die Gebetswoche zum Anlass genommen, das Jahr der Bibel zu starten. In den Predigten wurde die Bedeutung der Bibel für unsere Zeit hervorgehoben. Auch Hilfsprojekte wurden in der Gebetswoche unterstützt. Die Betenden spendeten Geld für diakonische und missionarische Unternehmungen im In- und Ausland.

Die klassische Gestaltung der Gebetswoche an einem Ort, wo nach einem Gottesdienst zum Auftakt abendliche Gebetsveranstaltungen im Turnus durch alle Gemeinden und zum Abschluss ein grosser gemeinsamer Gottesdienst stattfindet, löst sich immer mehr auf. Individualismus und Pluralismus, die Tendenzen der gesellschaftlichen Entwicklung, halten offenbar auch Einzug in Kirchen und Freikirchen, wie Hansjörg Leutwyler, Zentralsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) feststellt. Dies zeigt sich auch daran, dass in den letzten Jahren verschiedene Gebetsbewegungen im Raum von Allianz und Freikirchen entstanden sind, die sich auf ihre Weise in die traditionelle Gebetswoche der Allianz mit einbringen. Deshalb werde nicht weniger gebetet als früher, sondern anders, in andern Formen und Gefässen.

Ein Überblick über einige Veranstaltungen in der Schweiz:

Entgegen dem Trend zur kleinen Gruppe fanden in Biel und Thun Schlussgottesdienste mit 1000 und mehr Besuchern statt. Die Öffentlichkeit suchte auch die Zuger Allianz, in dem sie wie in den Vorjahren einen Zuger Stadtrat zum Grusswort einlud und 500 Leute in ihrem grössten Gemeindezentrum versammelten.
Die Basler Allianz lud am Samstagmorgen zu einem „politischen Morgengebet“ im Innenhof des Rathauses, an dem Regierungsrat Hans Martin Tschudi teilnahm. Die Stadt Basler Christen trafen sich ebenfalls in vielen kleinen Gruppen quer durch die Stadt. Am Donnerstag Abend wurden in einem Sternmarsch betend Fackeln zum Marktplatz getragen, „um gemeinsam Gott über dieser Stadt zu feiern“, wie es die Verantwortlichen ausdrückten.
Kein zentraler Gottesdienst beispielsweise in der Stadt Zürich, aber viele kleine Gebetsveranstaltungen in den Stadtkreisen, wo sich jeweils einige Gemeinden aber durchaus im ursprünglichen Sinne der Allianz trafen.
In einer Regionalallianz auf dem Lande, nämlich im thurgauischen Sulgen, wurde einer von vier Anlässen zum „Haus-Allianz-Abend“ gemacht, wie Sektionspräsident und FEG-Pastor Martin Leicht berichtet. Bereits im Dezember hätten sich die Leute der verschiedenen Gemeinden in eine Liste eintragen müssen. Daraus wurden gemischte Gruppen zusammengestellt. „Wir habe damit gute Erfahrungen gemacht, weil sich da die Leute über die Gemeindegrenze hinweg besser kennen lernen“, so Leicht.
In vielen örtlichen Allianzen haben sich Zielgruppen-Veranstaltungen eingebürgert: Senioren, Jugendliche, Frauen, Gemeindemitarbeiter treffen sich zu besonderen Zeiten zum Gebet.
In der Aargauer Gemeinde Kölliken gingen die Allianzleute gemeinsam in ein Altersheim, schoben Rollstühle und besuchten Bettlägrige in den Zimmern und beteten mit und für die betagten Menschen.
In St. Margrethen konnten die Dorfbewohner der Freien Evangelischen Gemeinde Gebetsanliegen per Post zusenden oder in den Briefkasten werfen, während man in Aarau an einem Stand vor der Migros Sorgen und Nöte deponieren konnte.


Quelle: SEA/fh.

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