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EMKNI - 28.01.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Jahr der Bibel in Bern eröffnet

Das Jahr der Bibel, das die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen der Schweiz sowie weitere christliche Gemeinschaften und Werke dieses Jahre begehen, wurde am 25./26. Januar 2003 in Bern offiziell eröffnet.
Das Jahr der Bibel stehe unter dem Motto «Suchen und Finden», sagte Weihbischof Denis Theurillat am Festakt in der Heiliggeistkirche in Bern und wies nicht nur auf die kulturelle Bedeutung der Bibel sondern auch auf ihre geistlichen Dimensionen hin. Wer sich auf das Suchen einlasse und die Bibel lese, werde auch finden. Wen? Gott. Nicht ganz so einfach sieht es Pfarrer Ruedi Heinzer, der als Vertreter des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK) sprach. Er begrüsste zwar, dass es nun ein Jahr der Bibel gebe, warnte aber vor einem unreflektierten Lesen dieses Buches. Es sei unmöglich, die Bibel ohne Beizug wissenschaftlicher Erkenntnisse zu lesen und zu verstehen. Er riet deshalb dringend zu einem Lesen mit Anleitung.
Dass biblische Texte auch heute ansprechen und Hilfe zu einem bewussten und sinnvollen Leben bieten können, zeigten vom Ensemble «Theaterkoffer Luzern» gespielte Szenen aus dem Alltagsleben, die jeweils von gesprochenen und von der Berner Kantorei gesungenen Texten aus dem Alten und Neuen Testament respondiert wurden: So dachte zum Beispiel ein Mann im Pflegeheim resigniert über sein Leben und über die Träume nach, die er nicht hatte realisieren können, und ein erfolgreicher Manager, der sich all die Jahre mit grossem Engagement für die Maximierung der Gewinne in seinem Unternehmen eingesetzt hatte, trauerte, dass seine Familie, für die er nur wenig Zeit hatte, kein Verständnis mehr für ihn aufbrachte. Worte aus der Bibel wie das Psalmwort: «Unser Leben währet siebzig Jahr, und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahr, und wenn’s köstlich gewesen ist, so ist es Müh und Arbeit gewesen. Denn es fährt schnell dahin, als flögen wir davon.» regten die Besucherinnen und Besucher des Festaktes zum Nachdenken über die Frage nach dem Sinn des Lebens an.
Am Schluss der Eröffnung konnten Interessierte einige Sätze aus der Bibel in ihrer Sprache von Hand abschreiben. Pfarrer Urs Joerg von der Schweizerischen Bibelgesellschaft wies darauf hin, dass dieses Bibelabschreibeprojekt in der ganzen Schweiz durchgeführt werde. Es soll eine fünfbändige handgeschriebene Bibel entstehen.
Im Internet sind unter www.jahr-der-bibel.ch aktuelle Information zum geplanten Bibeljahr zu finden.


Quelle: Medienmitteilung

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