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EMKNI - 30.01.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Bischof in TV-Spot gegen einen Irak-Krieg

Melvin Talbert, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche und ökumenischer Beauftragter des methodistischen Bischofsrates, sagt in einem 30-Sekunden-TV-Spot, dass ein Angriff auf den Irak "Gottes Gesetz verletzt". Talbert tritt zusammen mit der Schauspielerin und politischen Aktivistin Jeaneane Garafalo auf.
Der TV-Spot wird diese Woche in den Vereinigten Staaten auf den Fernsehkanälen CNN und Fox Cable News in New York und Washington und während der CNN-Talkshow "Larry King live" ausgestrahlt.
Bischof Talbert sagt, dass es keinen Grund für einen Angriff auf den Irak gibt, und dass die Vereinigten Staaten keine Berechtigung haben, Diktator Saddam Hussein aus dem Amt zu entfernen. "Keine Nation unter Gott hat dieses Recht," sagt Talbert. "Es verletzt das internationale Gesetz. Es verletzt Gottes Gesetz und die Lehren von Jesus Christus."
Der TV-Spot wird gesponsert vom Nationalen Rat der Kirchen und ist einer in einer Reihe von Spots, in denen religiöse Gruppen und Bürgergruppen die Frage nach der Notwendigkeit eines Krieges stellen.
„Irak hat uns nicht ungerecht behandelt. Krieg schafft nur mehr Terroristen,“ sagt Talbert. Der Bischof setzt sich seit langem für den Frieden und die unschuldigen Opfer des Krieges ein. So besuchte er den Irak vor dem Golfkrieg im Jahr 1991 und vor einem Monat (siehe auch EMKNI-Meldung vom 7.1.2003). „Ich betrachte diese kleine Nation nicht als die Art von Bedrohung für unsere Nation, wie sie in den Medien dargestellt wird,“ so Talbert. „Krieg führt unter anderem dazu, dass eine grosse Anzahl von Kindern leiden werden. Und was passiert mit der restlichen arabischen Welt? Ein Krieg wird den Einfluss der gemässigteren Elemente vermindern und die Zukunft in die Hände von mehr radikaleren Elementen legen.“
Talbert ist auch der Ansicht, dass die arabische Welt eine US-Militäraktion mit Christentum im Allgemeinen verbinden würde und somit ökumenische Bemühungen wie die Friedensmissionen, die unterstützt werden vom Nationalen Rat der Kirchen, unterhöhlt würden.


Quelle: United Methodist News Service

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