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EMKNI - 24.07.2003   Zurück zur Übersicht

Liberia: Oberste Missionsbehörde der EMK ist sehr bestürzt über die schweren Unruhen

Pfarrer R. Randy Day, Generalsekretär des General Board of Global Ministries (GBGM), der obersten Missionsbehörde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), hat eine Stellungnahme zu den anhaltenden schweren Unruhen in Liberia abgegeben, die wir hier in Ausschnitten veröffentlichen:

“Das General Board of Global Ministries der Evangelisch-methodistischen Kirche ist sehr bestürzt wegen der chaotischen politischen und militärischen Situation in Liberia, einem Land in dem unsere Kirche seit der Gründung 1822 aktiv Mission betreibt.

Wir trauern um die Toten, ermordet in zivilen Konflikten, und sind betroffen wegen Zerstörung wichtiger Dienste der Grundversorgung in Monrovia, der Hauptstadt, und an anderen Orten. Wir begleiten unsere Brüder und Schwestern der Evangelisch-methodistischen Kirche in Liberia im Gebet für ein Ende der Feindseligkeiten und für die Heilung ihres Landes.

Wir sind in Sorge um die starken Schäden, die Mitte Juli dem Ganta United Methodist Hospital zugefügt worden sind, welches die einzige grosse Gesundheitsstation in Nordzentral-Liberia darstellt. Das Krankenhaus hatte Kriegsverletzte unentgeltlich behandelt. Wir sind dankbar dafür, dass unser medizinisches Team in Sicherheit ist, und dass die liberianischen Ärzte aus Ganta freiwillig ihre Arbeit an anderen Kliniken tun. Es wird vermutet, dass das Krankenhaus von Gegnern des liberianischen Präsidenten Charles Taylor angegriffen worden war.

Wir appellieren an die Vereinten Nationen und solche Organisationen wie das Economic Community of West African States (ECOWAS), die Situation in Liberia so schnell wie möglich zu stabilisieren. Wir wenden uns an dieselben internationalen Organsiationen, Charles Taylor der internationalen Gerichtsbarkeit zu überantworten, der an einem UN-Gerichtshof in Freetown, Sierra Leone, für Verbrechen an der Menschlichkeit verurteilt wurde.

Wir wissen seit einigen Wochen, dass das Ganta Krankenhaus wieder in Gefahr war. Das Ganta United Methodist Hospital wurde 1926 aufgebaut und hat der einer Bevölkerung von 450.000 Liberianern sowie Menschen aus Guinea und der Elfenbeinküste gute Dienste getan. Das Krankenhaus ist Teil einer grösseren Missionsstation, die weitere Einrichtungen einschliesst: Grund- und Hauptschulen, eine Schul-Farm, eine Berufsschule und eine Lepra- und Tuberkulose-Rehaklinik. Wir haben erfahren, dass die meisten dieser Gebäude, ausgenommen die Lepra-Station, Mitte Juli schwer beschädigt wurden.

Das Board verfolgt die Ereignisse in Liberia. Unser nicht-liberianisches Missionspersonal wurde Anfang Juni evakuiert und arbeitet zur Zeit in anderen Flüchtlings- und Gesundheitsdiensten in Westafrika. Sechs Missionare und acht weitere Personen mit einer besonderen Dienstzuweisung wurden auf dem Luftweg in Sicherheit gebracht.

Wir haben eine lange Missionstradition in Liberia. Das Land Liberia wurde von ehemaligen Sklaven aus den Vereinigten Staaten gegründet. Unter der ersten Gruppe dieser Gründer, die an den Stränden Afrikas ankamen, waren auch Methodisten. Der erste methodistische Missionar in Liberia begann 1833 seine Arbeit dort. Das General Board weiss sich weiterhin der engen Verbindung zur liberianischen Kirche verpflichtet und zu unserer Missionspartnerschaft mit Bischof John Innis, dem geistlichen Führer von etwa 140.000 liberianischen Methodisten. Wir bitte die Mitglieder unserer Kirche und alle, die mit ihr verbunden sind, unseren Noteinsatz für Liberia zu unterstützen.“


Quelle: GBGM / EMK-Weltmission, Übersetzung: Karoline Würth

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