Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 05.06.2003   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Ostdeutsche Konferenz tagte in Plauen

Ein persönlicher Bericht von der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz, die vom 21. bis 25. Mai 2003 in Plauen tagte.

Bibel und Musik: Mit diesen beiden Begriffen ist für mein Empfinden das wiedergegeben, was diese Ostdeutsche Jährliche Konferenz ausgemacht hat.

Der Schwerpunkt hat sich allein schon von dem Konferenzthema her ergeben: »Nimm und lies! - Leben aus dem lebendigen Wort«. Und in dem theologischen Referat von Pfarrer Friedemann Hauff, in den morgendlichen Bibelarbeiten, im Gedächtnisgottesdienst, selbst im Konzertabend mit seinen Lebenszeugnissen von fünf Konferenzmitgliedern und vielen anderen Veranstaltungen wurde immer wieder deutlich, wie sehr diese Konferenz auf das Wort Gottes gehört hat. Aus diesem Wort heraus wollte sie Lebenshilfe, konkrete Wegweisung und innerliche Ausrichtung gewinnen.

Die Gemeinde in Plauen - so jedenfalls war mein Eindruck - ist eine musikalische Gemeinde mit Solisten und mehreren Organisten, mit einem kleinen, aber feinen Männerchor und einem stattlichen gemischten Chor, der seine Leistungsfähigkeit in einem Chorkonzert am Donnerstagabend eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Aber auch alle anderen Konfe1renzveranstaltungen hat eine abwechslungsreiche musikalische Ausgestaltung durchzogen und ihnen so einen unvergesslich würdigen Rahmen verliehen.

Die Konferenzverhandlungen habe ich als Gast als sehr konzentriert und äusserst sachlich empfunden. Gewiss, unterschiedliche Standpunkte und Meinungen gibt es wieder, stets muss um den rechten Weg auch gerungen werden. Doch wohltuend ist es, wenn allein das Abwägen sachlicher Argumente, das Bedenken des Für und des Wider die Diskussionsbeiträge prägt, so unterschiedlich sie in der Sache auch immer gewesen sind.

Anlass zur Freude war die Beobachtung, dass in diesem Jahr mehr junge Menschen in den hauptamtlichen Dienst der Kirche eintreten als ältere in den Ruhestand verabschiedet wurden. Eine Pfarrerin und ein Pfarrer konnten ordiniert werden, zwei junge Brüder beginnen den Gemeindedienst als Pfarrer auf Probe, ein weiterer als Mitarbeiter im Gemeindedienst und schliesslich ein vierter als Laienprediger mit Dienstzuweisung. Zwei junge Männer konnten nach Abschluss ihres Gemeindepraktikums zum Studium am Theologischen Seminar der EMK in Reutlingen empfohlen werden. Der Dank für diese positive „Personalbilanz“ schlug sich in der Prioritätensetzung bei den keineswegs reichen finanziellen Möglichkeiten der Konferenz nieder: Lieber wurde geäussert, in Personen statt in Gebäuden investieren, da dies dem missionarischen Ziel, das die Konferenz verfolgt, näher bringe.

Fragt man nach meinem persönlichen Fazit, so bleibt mir diese Konferenz als so sachlich und konzentriert in Erinnerung, dass sie erstaunlich schnell ihre Geschäfte abgeschlossen hatte und selbst den Delegierten ein Besuch des Konferenzfrauennachmittags „Reichtum, der für alle reicht“ am Samstag noch möglich war.

Ausführliche Informationen zur 36. Tagung der Ostdeutschen Jährlichen Konferenz sind im Internet zu finden.


Quelle: Karl-Heinz Hecke, unterwegs-Magazin

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"