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EMKNI - 13.06.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Teamarbeit in den Gemeinden ist gefragt

v.O.n.U.: Laiensitzung - Daniel Sommer - Verena VolzDer Konferenzlaienführer Daniel Sommer informierte am Freitagmorgen über die geschlossene Sitzung der Laien an der Tagung der Jährlichen Konferenz (JK) der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), die am Donnerstagmorgen stattfand. Fragen rund um Gemeindeleitung und Teamarbeit standen im Vordergrund.
Daniel Sommer fragte am Donnerstag die anwesenden Laiendelegierte, wie ihre persönliche Einschätzung betreffend dem Zusammenarbeiten zwischen ihrer eigenen Gemeinde und der Pfarrerin/dem Pfarrer sei. Damit nahm er einen Gedanken aus dem Bericht der Distriktsvorsteher der EMK auf, die u.a. schrieben: „Wir entdecken auch Veränderungen in den Gemeinden. An vielen Orten ist ein neues Zusammenarbeiten von Gemeinden und Pfarrer/innen in den Gemeindeleitungen entstanden. Wir entdecken jedoch auch Bezirke, in denen noch alles alleine vom Pfarrer oder von der Pfarrerin erwartet wird....Manchmal ist es nicht einfach festzustellen, ob diese Pfarrerzentriertheit mehr vom Pfarrer oder von der Gemeinde gewünscht oder bedingt ist.“ Bei einer Auswertung in der Sitzung, bei der jede/r Laiendelegierte/r eine Bewertung auf einer Skala an einer Pinwand abgegeben konnte, wurde deutlich sichtbar, dass kaum mehr Gemeinden als rein pfarrzentriert empfunden werden. Sommer zeigte sich erfreut über das Ergebnis und meinte: „Wir sind weiter als vor zehn Jahren.“ Er erinnerte daran, dass vor ein paar Jahren im Bericht der Distriktsvorsteher noch mehr Wert auf die Aufsicht der Pfarrer/innen in der Gemeinde gelegt wurde. Der diesjährige Bericht der Distriktsvorsteher enthalte, so Sommer, ein klares Bekenntnis in Richtung Kooperation. Sommer: „Für mich ist das revolutionär.“
An der Sitzung wurden darauf Voten gesammelt, die für eine Teamarbeit in der Gemeindeleitung plädieren. „Verantwortung miteinander tragen“, „Verschiedenen Bedürfnisse bekommen eine Stimme“ und „Ein Team ist stärker als ein Einzelner“, so drei von einer Reihe von Stimmen. Verena Volz, eine der beiden Beauftragten für Bildung und Beratung in der EMK, erläuterte die Teamarbeit und gab eine Checkliste unter dem Titel „Gemeindeleitung als Team“ ab. Die Laiendelegierten füllten sie aus und diskutieren einzelne Punkte miteinander, die sie als besonders wichtig erachteten. Wenn sich an einem Punkt etwas ändert, habe dies auch Auswirkungen auf die anderen Punkte, sagte Verena Volz zu den Laiendelegierten. Sie wies auf das Angebot „Miteinander Gemeinde leiten“ hin und machte auch auf die Möglichkeit einer individuellen Beratung durch sie und Christine Bickel, der zweiten Beauftragen für Bildung und Beratung, aufmerksam.
Daniel Sommer stellte an der Sitzung die erarbeitete Aufgabenbeschreibung des Konferenzlaienführers vor, über den die Delegierten an der Tagung befinden werden. Im Plenum wurde darüber diskutiert. Zu reden gaben die eingesetzten fünf Stunden, die für diese Freiwilligenarbeit pro Woche in der Beschreibung eingesetzt wurden. Sie entspricht einem durchschnittlichen Wert im Rahmen der Freiwilligenarbeit. Von einzelnen Delegierten wurde die fünf Stunden aber als zu wenig angesehen. Auch Fragen nach finanziellen Aspekten im Zusammenhang mit dem Amt des Konferenzlaienführer wurden gestellt.
Bereits am Donnerstagnachmittag stimmten die Delegierten (Laien und Pfarrer/innen) in der gemeinsamen Sitzung der neuen Aufgabenbeschreibung zu.
Zum Schluss wurde die Frage der Nachfolge von Daniel Sommer thematisiert, die langsam näher rückt. Er wird sein Amt im Jahr 2005 abgeben. Die Distriktslaienführer der verschiedenen Distrikte werden die Frage wegen der Nachfolge zuerst besprechen. Zuständig dafür wird die Kommission für Jugend- und Erwachsenenarbeit der EMK sein. Im nächsten Jahr sollen erste Anfragen bei Personen - es könnte auch ein Konferenzlaienführerteam sein - erfolgen.


Quelle: EMKNI – Andy Schindler

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