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EMKNI - 14.06.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: „Wir knüpfen am gleichen Netz“

Christine Schneider-OeschSo brachte es die Co-Präsidentin von Connexio, Christine Schneider-Oesch, auf einen kurzen Nenner, als es darum ging, nochmals die Zielsetzung von Connexio zu formulieren.
Der Bericht von Connexio wurde am Samstag nachmittag an der Tagung der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich behandelt.
Connexio, das methodistische „Netzwerk für Mission und Diakonie“, hat inzwischen ein Jahr mit einer völlig neuen Struktur gearbeitet. Dabei ging es nicht nur um strukturelle Aspekte, sondern um einen wichtigen Bewusstseinswandel: weg von der „Einbahnstrasse Mission“, hin zu gemeinsamer Knüpfarbeit am gleichen Netz missionarischer und diakonischer Arbeit.
Die letztjährige Zusammenlegung der Kommissionen für innere und äussere Mission (KiM/KäM), sowie der „Hilfe im Sprengel“ lässt durchwegs positive Wirkungen erkennen, auch wenn einzelne Bereiche noch als Baustelle erscheinen oder die Zieldefinition zu klären haben. Mehr als 40 Personen engagieren sich inzwischen bei Connexio und arbeiten in sieben Ressorts zusammen.
Andreas Stämpfli, Geschäftsleiter von Connexio, gab einen kurzen Überblick.
Für das Ressort Schweiz/Frankreich stellte er die Förderung von Gemeindeaufbau und Evangelisation heraus und bat die Jährliche Konferenz, auch in Zukunft Projekte aus den Gemeinden ein zu reichen, um so die Unterstützung von Connexio zu erhalten.
Im Ressort Mitteleuropa/Balkan stehen die 16 Partnerschaften zwischen einzelnen Gemeinden weiterhin im Mittelpunkt. Prekär ist die Situation der Finanzierung der Pfarrergehälter in Osteuropa. Die letztjährigen Sammlungen waren erfreulich (ca.400.000 CHF). Es sind mittelfristig jedoch neue Lösungen nötig, zumal ein Rückgang der Mittel aus den USA zu erwarten ist.
Aus dem Ressort Lateinamerika ergeht die Einladung an drei Chilenen, die im Oktober in die Schweiz kommen werden und für die eine Gast-Gemeinde gesucht wird. Hier bieten sich einzigartige Gelegenheiten zur Begegnung im Sinne von Connexio. Ausserdem wird eine chilenische Pfarrerin in die Schweiz kommen und im Bezirk Kleinbasel mitarbeiten.
Die bolivianisch-methodistischen Kirchen sind von den letzten Unwettern nicht verschont geblieben. Teilweise wurden Kirchengebäude beschädigt.
Kambodscha stand im Ressort Asien im Mittelpunkt. Den ca. 140 kambodschanisch-methodistischen Gemeinden stehen grössere Herausforderungen bevor. Der Rückzug vieler Pfarrer und Mitarbeiter aus den USA sowie aus Korea wird die eher instabile Situation noch verstärken. Connexio will eine Person mit administrativen Fähigkeiten zur Unterstützung nach Kambodscha schicken.
Ein Connexio-Wochenende (25./26.Oktober 2003 in Bern, Nägeligasse) wird eine weitere Möglichkeit sein, die Projekte kennen zu lernen. Einladungen dazu werden folgen.

Zur finanziellen Situation von Connexio konnte Andreas Stämpfli mitteilen, dass die Einnahmen höher als das Budget waren. Die Gründe liegen vor allem im Rückgang der Mitarbeiterzahl, den zusätzlichen Gaben für Flutopfer in Osteuropa, sowie in nicht budgetierten Legaten.
Eine besondere Projektidee wurde von Pfarrer Stefan Moll vorgestellt: leere Tintenpatronen können bei einer Firma in Luzern abgegeben werden. Der Ertrag könnte für Connexio bei ca.25.000 CHF liegen. Gesucht werden Leute, die sich für dieses Projekt engagieren.

Zum Abschluss des Berichts dankte Bischof Heinrich Bolleter allen Mitarbeiter/innen und für alle Unterstützung zur Verbreitung des Evangeliums im Rahmen von Connexio.


Quelle: EMKNI - Andreas Schaefer

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