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EMKNI - 04.03.2003   Zurück zur Übersicht

Deutschland: 1'500 Menschen an Friedensdemonstration in Reutlingen

Rund 1'500 Menschen versammelten sich am letzten Samstag, dem 28. Februar 2003, zu einer Friedensdemonstration auf dem Marktplatz in Reutlingen unter dem Motto "Krieg ist keine Lösung". Sie folgten damit einem Aufruf der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (ACK) sowie von Gewerkschaften und Friedensgruppen (siehe auch EMKNI-Meldung vom 24.02.2003).

Mitglieder der EMK hatten die Kundgebung vor allem deshalb angeregt und weitgehend organisiert, weil in den Medien darauf hingewiesen worden war, dass der US-Präsident Bush Mitglied der Methodistenkirche der USA ist. Für sie war es wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, als toleriere die amerikanische und die weltweite EMK Bushs Vorgehen.

Warum ein Krieg die falsche Antwort ist, wurde an der Friedensdemonstration von den Kundgebungsrednern erläutert. So hob EMK-Bischof i.R. Hermann Sticher DD die Überzeugung der Kirchen hervor, die sich in dem Satz ausdrückt: "Krieg soll nach dem Willen Gottes nicht sein." Dass dies nicht die Vorstellung einiger unbelehrbarer Pazifisten ist, unterstrich er mit der Aussage: "Wir sind damit eins mit einer internationalen Solidaritätsfront der Kirchen." Bischof Sticher wies darauf hin, dass er als Vertreter dieser Kirche auf dem Podium stehe und dass diese Kirche in den USA und überall auf der Welt gegen die Kriegspläne protestiert habe. Saddam Hussein sei ein schrecklicher Tyrann, aber es sei wichtig, Vorgehensweisen zu entwickeln, die Tyrannen treffen und nicht die Unschuldigen. Bischof Sticher betonte am Schluss seiner Rede: "Bewahren wir nun das Bewusstsein: Die Friedensbewegung für unsere Welt hat schon längst im Herzen Gottes begonnen und sie besteht fort! Daher: Ihr Mächtigen macht Frieden, um Gottes und der Menschen willen, macht Frieden!"


Quelle: Karl Ziefle / EMK Deutschland

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