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EMKNI - 26.03.2003   Zurück zur Übersicht

USA/Irak: Risiko eines Mangels an Nahrungshilfe für irakische Frauen und Kinder

Pfarrer Paul Dirdak, Generalsekretär von UMCOR, dem Hilfswerk der EMK, hat in einem Brief, datiert vom 20. März 2003, auf die Risiken für Frauen und Kinder im Irak wegen der Beendigung der Nahrungshilfe durch den Krieg hingewiesen. Dirdak schrieb weiter, dass kein Personal der UNO mehr im Land sei, um das Programm "Öl für Nahrung" im Irak zu verwalten, auf das sich 60 Prozent der Bevölkerung verlassen. Dirdak erinnerte daran, dass die methodistischen Verantwortlichen vor dem Konflikt auf die Folgen des Krieges für die Menschen und deren Auswirkungen auf die Beziehungen hingewiesen haben. "So hofften die Bischöfe der Kirche auf eine Gelegenheit und baten darum, den Präsidenten direkt zu treffen, um diese Angelegenheiten zu diskutieren. Es gab keine Antwort aus dem Weissen Haus."

Dirdak wies weiter darauf hin, dass sich das UMCOR und dessen Partner für die Bedürfnisse der irakischen Bevölkerung eingesetzt haben, besonders seit dem Golfkrieg im Jahr 1991. "Ich schreibe, um Sie jetzt wissen zu lassen, dass der Krieg für unsere Brüder und Schwestern, die Menschen des Iraks, noch mehr Not verursacht und wir unseren Vorsatz und unsere Verpflichtungen verdoppeln, um einiges von ihrem Bedürfnissen zu decken," so Dirdak. So hat das UMCOR auch ein Spendenkonto für die Irak-Hilfe eingerichtet (siehe auch EMKNI-Meldung vom 11. Februar 2003). Dirdak fügte hinzu, dass die ökumenischen Verpflichtungen erneuert werden. So stellt UMCOR eine der drei Stabspersonen in Amman, Jordanien, für Planungs- und Kommunikationszwecke des Weltkirchenrats und des lutherischen Weltbundes.

Die Arbeit unter der gewöhnlichen irakischen Bevölkerung ist, gemäss Dirdak, nie leicht gewesen. Die Probleme werden durch die gesteigerten Sicherheitsmassen noch erschwert. Dirdak: "Wir sind froh, diesen Auftrag mit ökumenischen Partnern auszuführen, so dass unsere gemeinsame Erfahrung in dieser Situation uns allen dient, besonders jenen in Not." Er rief auch zum Gebet und zur Unterstützung für die Mitglieder der US-Streitkräfte auf, "denen jetzt befohlen wird, die Schlacht im Namen unseres Landes auszutragen." Die Leben der irakischen Bevölkerung wiederaufzubauen, "wird ein langer und beschwerlicher Prozess sein," so Dirdak.


Quelle: United Methodist News Service

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