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EMKNI - 31.03.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Bischof Sprague und Jesse Jackson bei Kofi Annan

Am 26. März 2003 war der methodistische Bischof C. Joseph Sprague aus Chicago während einer Friedensdemonstration verhaftet worden und nur einen Tag später, am 27. März 2003, trafen sich er und Pfarrer Jesse Jackson mit dem Generalsekretär der UNO, Kofi Annan, um den Krieg im Irak zu erörtern. "Wir redeten über mehrere Angelegenheiten, die von tiefer Bedeutung für uns sind und, wie wir glauben, für die ganze kirchliche Gemeinschaft," sagte Sprague gegenüber dem United Methodist News Service. Bischof Sprague war von Jesse Jackson für den Besuch bei der UNO eingeladen worden.

Ein Thema bei der Diskussion mit Annan und seinem Stab war die Genfer Konvention, die während des Kriegs berücksichtigt werden sollte. "Wir wollen sicher sein, dass Kriegsgefangene unter dem internationalem Recht behandelt werden," erklärte Sprague. So hätten einige aus dem kirchlichen Umfeld ihr Interesse bekundet, die Gefangenen des Kriegs auf beiden Seiten zu besuchen.

Jackson und Sprague drückten auch ihre tiefe Besorgnis über die Versorgungslage von Nahrung und Wasser für die irakische Bevölkerung, besonders für die Kinder, aus. "Ich will wissen, was getan werden muss, und was die Kirche tun kann, um bei der humanitären Hilfe dabei zu sein," meinte Sprague. Der Bischof sagte, dass ihnen Annan zugesichert habe, dass die UNO bereit sei, zu helfen, nur brauche sie den Zugang dazu. Der Generalsekretär hat am 27. März 2003 auch den britischen Premierminister Tony Blair getroffen, um die Situation der humanitären Hilfe im Irak zu diskutieren. Der Sicherheitsrat der UNO hat die Wiederaufnahme des "Öl für Lebensmittel"-Programms beschlossen, wobei sich die irakische Regierung unterdessen dagegen ausgesprochen hat.

Sowohl Sprague als auch Jackson sagten zu Annan, dass sie glauben, daß es noch nicht zu spät sei, um bei einer Friedensvereinbarung im Irak trotz des andauernden Kriegs zu vermitteln.

Bischof Sprague ist der Ansicht, dass jeder, der an einen Gott der Versöhnung glaubt, dafür einstehen und offen sein darf für Möglichkeiten, die über das menschliche Verständnis hinausgehen. "Wir dürfen nie aufgeben," so Sprague.


Quelle: United Methodist News Service/EMKNI

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