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EMKNI - 05.05.2003   Zurück zur Übersicht

Argentinien: Überschwemmungen in Santa Fe

In der Nacht vom 28./29. April 2003 ist der Fluss Salado über die Ufer getreten und hat weite Teile der argentinischen Stadt Santa Fe überflutet. Nach einem Dammbruch dauerte es nur wenige Minuten, bis ganze Stadtviertel unter Wasser standen. Mehr als 150'000 Personen sind von der Überschwemmung direkt betroffen und sind grösstenteils evakuiert. Die Situation in Santa Fe ist chaotisch: Die Stadt ist ohne Elektrizität, das Kinderspital musste vollständig geräumt werden, es hat schon zwölf Todesfälle gegeben und in allen möglichen privaten und öffentlichen Räumen drängen sich die Evakuierten, die ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen mussten. Im Quartier Barranquitas wurde auch eine Kapelle der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) und die Hälfte der Häuser von Gemeindemitgliedern völlig überflutet. Nun leistet die EMK zusammen mit anderen Kirchen und Organisationen Nothilfe und beherbergt im Stadtzentrum 70 Personen. In dieser akuten Notsituation und in Zeiten der sozialen und wirtschaftlichen Krise in Argentinien ist aber auch Nothilfe schwierig: Genügend Lebensmittel, Betten und Kleider für die Versorgung der Evakuierten aufzutreiben, ist ein Problem. Längerfristig muss auch an den Wiederaufbau der Stadt gedacht werden. Connexio, das Netzwerk für Mission und Diakonie der EMK Schweiz-Frankreich, unterstützt die argentinische EMK in ihrem Auftrag und überweist ihr als Zeichen der Solidarität vorläufig 5'000 US-Dollar aus dem Nothilfefonds. Und natürlich können wir für unsere argentinischen Geschwister beten, dass sie angesichts der Zerstörung Mut und Hoffnung nicht verlieren.


Quelle: Martina Läubli

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