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EMKNI - 08.05.2003   Zurück zur Übersicht

USA/Welt: Mehr als 10 Millionen Methodisten

Neue Daten über die Entwicklung der Anzahl Mitglieder der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) lösten Reaktionen während der Sitzung des Bischofsrats vom 28. April bis 2. Mai 2003 aus. Gemäss einem Bericht, der von Bischof John Hopkins vorgelegt wurde, nahm der Prozentsatz in methodistischen Gemeinden in den USA, bei denen nicht mindestens ein neues Mitglied gewonnnen werden konnte, von 37,8 Prozent im Jahr 1984 auf 40,7 Prozent im Jahr 2000 zu.

Laut Bericht waren im Jahr 2000 3,7 Prozent der US-Bevölkerung Methodisten, verglichen mit 7,1 Prozent, die den südlichen Baptisten und 22 Prozent, die der katholischen Kirche angehören. Der Bericht zeigte aber auch auf, dass die EMK in den USA, die eingeteilt in 3'171 politische Bezirke ist, in 3'003 Bezirken als Kirche vertreten und somit die am meisten verbreitete Denomination in den USA ist.

Einige Bischöfe wiesen auf die Dringlichkeit hin, dem Abwärtstrend betreffend Mitgliederentwicklung in den USA entgegen zu wirken. Andere Bischöfe, die den Mangel an globalen Daten beachteten, sagten, dass die Untersuchung die Mitgliederstärke der Kirche nicht unbedingt als Ganzes reflektiere. Bischof Warner Brown schlug vor, dass sich die Komitees des Rats, mit Ausnahme des Exekutivkomitees, im letzten Jahr der vierjährigen Periode auf die Frage der Mitgliedschaft konzentrieren sollen. Das Exekutivkomitee werde während dieser Zeit die anderen Aufgaben der Komitees beaufsichtigen. „Wir müssen Prioritäten setzen, wie wir die Kirche leiten wollen während den Zeiten einer Umkehr dieser 20-jährigen Entwicklung,“ so Brown.

Gemäss Bericht hat im Jahr 2002 die Anzahl Mitglieder der EMK erstmals seit dem Jahr 1979 die 10 Millionen-Grenze überschritten. Diese Zunahme wurde durch ein Wachstum an Gliedern ausserhalb der Vereinigten Staaten, besonders in Afrika, möglich.

Zwei afrikanische Bischöfe vermittelten eine andere Perspektive betreffend des Rückgangs der Mitgliederzahlen in den USA. "Warum reden wir über den Rückgang von Mitgliedern?" fragte der pensionierte Bischof Emilio DeCarvalho aus Luanda, Angola. "Tausende und Tausende von Kindern besuchen die Sonntagsschule in Afrika." Bischof Joao Somane Machado aus Mozambique sagte, dass er enttäuscht sei, dies an die Komitees zu delegieren, anstatt diejenigen Bischöfe, in deren Gebieten die Mitgliederzahlen am Wachsen seien, nach deren Gründe zu fragen. „In Afrika predigen wir das Evangelium,“ sagte er dem Rat und meinte weiter: „Es ist, als möchten Sie das Wort nicht mehr hören wollen.“ Er stellte die Frage, wie die Bischöfe Informationen austauschen und miteinander teilen könnten, so dass die amerikanischen Bischöfe von den Erfahrungen der afrikanischen Bischöfe profitieren würden.


Quelle: United Methodist News Service

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