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EMKNI - 28.05.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Plakatkampagne der Allianz propagiert Treue als besten Schutz gegen AIDS

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) will die Treue als besten Schutz gegen AIDS propagieren. Im Anschluss an die gelben Plakate des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gegen AIDS werden nun rosarote der SEA folgen. „Liebes Bundesamt, Treue ist der beste Gummi. Stopp Aids – Bleib treu!“ Mit diesem Text wird die SEA vom 2. bis 16. Juni 2003 an die Öffentlichkeit treten. Rund 120 Grossplakate im Querformat B12 werden den Leuten in schwarzer Schrift auf einem rosafarbenen Hintergrund in den Bahnhöfen der grösseren Städte in der Deutschschweiz entgegenleuchten. Weiterer Unterschied: Statt eines Kondoms im O von Stop Aids bilden die neuen Plakate an selbiger Stelle einen Ehering ab.

Dass die Plakataktion des BAG die Benützung des Kondoms praktisch als einzigen Schutz gegen AIDS propagiert hat, forderte die Allianz zum Handeln heraus. Die Stop Aids-Kampagne hatte in kirchlichen Kreisen ungute Gefühle ausgelöst und zu kritischen Stellungnahmen geführt. Die SEA wollte es mit tadelnden Worten nicht bewenden lassen und entschloss sich zum Handeln: Die Kampagne der SEA schliesst direkt an jene des BAG an und hebt die Treue hervor. Die Treue sei einer der wichtigsten Grundwerte unserer Gesellschaft, schreibt die Allianz an Thomas Zeltner, Direktor des BAG. Der Wille zur Treue müsse gestärkt werden. Die gelbe Kampagne impliziere in manchen Aussagen, Sex ausserhalb einer festen Beziehung sei cool, normal und – mit einem Präservativ – durchaus gesellschaftskonform. Aus der Sicht der SEA macht das BAG nicht nur Werbung zum Schutz vor AIDS, sondern gleichzeitig auch für Untreue.

Unterstützt wird die Aktion, die rund 60 000 Franken kostet, von rund zehn Organisationen und einigen Einzelpersonen im Raum der Evangelischen Allianz und Freikirchen: Bund Freier Evangelischer Gemeinden, Campus für Christus, EVP, EDU, J-Point, Männerforum, Stiftung Gott Hilft, Stiftung Schleife, Schweizerische Stiftung für Familien, Stiftung Wendepunkt, Schweizerisches Weisses Kreuz. Ein Gesuch der SEA an das Bundesamt für Gesundheit, einen Teil der Kosten zu übernehmen, ist dieser Tage eingereicht worden.


Quelle: Medienmitteilung SEA (fh.)

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