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EMKNI - 03.11.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: NetZ4 feierte Wiedereröffnung der Räume

NetZ4 nimmt vielfältige sozialdiakonische Aufgaben mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus dem Stadtkreis 4 in Zürich wahr. Das Sozialwerk ist organisatorisch und finanziell eigenständig, rechtlich ist es aber Teil der Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Zürich 4. Vor einiger Zeit war es nötig geworden, die Räume der in die Jahre gekommenen Liegenschaft an der Stauffacherstrasse 54 zu renovieren. Nun ist die Renovation abgeschlossen. Gestern Abend wurde die Wiedereröffnung der Räume gefeiert. Dazu ein Bericht von Adrian Wenziker, Leiter der Geschäftsstelle von NetZ4:

„Sonntag Abend, 2. November 2003. In der neu renovierten Kapelle der Evangelisch-methodistischen Kirche am Stauffacher geht die Post ab! Die Kapelle ist gerammelt voll, das Publikum ist bunt gemischt: Migrantenjugendliche aus fast der ganzen Welt sitzen neben „traditionellen“ Kirchgängern, Quartierkinder neben Gästen in Festkleidung. Alle sind gekommen für den eXtralife-Rapgottesdienst. Die Einen gehen beim Beat von Gleamjoel, dem kenianischen Rapper total mit, anderen ist der Sound ungewohnt und eher zu laut – doch die Botschaft vom lebendigen Christus, mit dem wir unsere Grenzen überwinden können, eint alle.

Das NetZ4 ist einen eigenen Weg gegangen, die frisch renovierten Räume einzuweihen. Es sollte nicht ein traditioneller, vielleicht trockener, Festgottesdienst werden. Nein, zusammen mit den unterprivilegierten Jugendlichen aus dem Kreis 4 sollte gefeiert werden - für die Gemeindemitglieder, die Spender von NetZ4 und alle anderen geladenen Gäste eine spannende Gelegenheit, einmal hautnah mitzuerleben, wie diese Jugendlichen die Gute Nachricht weitergeben, wie sie ihre Ängste und Hoffnungen verarbeiten und mit ihrem Ausdrucksmittel, dem Rap, andere an ihrem Erleben teilhaben lassen.

Vor dem eXtralife-Rapgottesdienst findet aber auch ein Teil für die geladenen Gäste statt. Die NetZ4-Präsidentin Dr. Erika Welti begrüsst die anwesenden Gäste – Vertreter des Kirchenvorstandes, von Nachbarkirchen, aus der Politik von geldgebenden Stiftungen/Institutionen, aber auch alle andern Gäste werden herzlich willkommen geheissen. Dr. Michèle Fark, ehemalige Geschäftsführerin von NetZ4, berichtet über die Geschichte des Umbaus, Peter Binder, Präsident des Kirchenvorstands der EMK, überbringt Glückwünsche und ein Geschenk von der Gesamtkirche und Stadträtin Monika Stocker überbringt ein Grusswort aus dem Sozialdepartement. Auf die Frage, warum sie sich Zeit nehme für unsere Wiedereröffnungsfeier antwortet sie: „Vielleicht weil ich Sie als meine Nachbarn gerne habe.“ Martina Guhl, bauführende Architektin, erläutert ihre Überlegungen zur Sprache der neuen Räumlichkeiten und bietet die Möglichkeit zu einer kurzen Führung. Alsdann sind alle Gäste zum Apéro eingeladen, welcher von Mitarbeitenden und Gästen der Imbiss 54-Arbeit (Mittagstisch für Randständige) vorbereitet worden ist.

Als gegen 21 Uhr wieder Ruhe einkehrt in die Kapelle sind wir uns einig: wir sollten mehr Anlässe organisieren, an denen sich Menschen aus verschiedenen christlichen Kulturen mit unterschiedlichen Frömmigkeitsstilen treffen.“

Bilder vom gestrigen Anlass sind ab morgen auf der Homepage von NetZ4 zu finden.


Quelle: Adrian Wenziker / EMKNI

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