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EMKNI - 10.11.2003   Zurück zur Übersicht

USA/Welt: "Eine neue Dimension methodistischer Präsenz in der Welt“

Die Idee des kirchlichen Dienstes in einer "Weltgemeinde" verändert und schafft für Methodisten neue Möglichkeiten für ein Wachstum der Kirche.

John Wesley, der im 18. Jahrhundert den Methodismus begründet hatte, definierte das Konzept der Gemeinde als eine offene Welt, sagte Bischof Rüdiger Minor, Präsident des methodistischen Bischofsrats, in Washington, wo sich über 110 Bischöfe aus der ganzen Welt zu ihrer halbjährlichen Besprechung vom 2. bis 7. November 2003 trafen.

„Die ganze Welt ist unsere Gemeinde. Ja, Herr Wesley, Sie hatten recht, für vier Kontinente wenigstens: Afrika, Amerika, Asien und Europa," sagte Minor, der als Bischof der Region Eurasien (Russland und weitere Ostländer) vorsteht. "Eine neue Dimension methodistischer Präsenz in der Welt hat ein breites Spektrum von Möglichkeiten eröffnet," meinte er weiter und: "Die Welt ist unsere Gemeinde geworden in einer Grössenordnung, die sich Wesley nie hätte erträumen können."

Bischof Minor behandelte das Thema „Gottes Welt – Unsere Gemeinde“ in seiner Präsidentenbotschaft vom 5. November 2003 an den Bischofsrat. Er hielt seine Rede anlässlich eines Festbanketts, das nach einem Besuch auf dem Kapitol stattfand. Am Festbankett waren rund 330 Personen anwesend, unter anderem Diplomaten und ökumenische Führungspersönlichkeiten, aber auch Obdachlose und bedürftige Menschen.

"Hat sich der Methodismus mit der grossen amerikanischen Gesellschaft vereinigt, um die Welt im allgemeinen Drang der Globalisierung zu übernehmen?" fragte er. Die Antwort, so Minor, sei gerade das Gegenteil. Der Einfluss von methodistischen Zentralkonferenzen ausserhalb der Vereinigten Staaten sei am Wachsen und nütze der ganzen Kirche. "Die Welt ist wirklich unsere gemeinsame Gemeinde,“ so Minor. „Es ist Zeit für eine neue Beziehung zwischen der Kirche in den Vereinigten Staaten und den Zentralkonferenzen. Wir lassen das Model der grossen Abhängigkeit im Bezug auf Führung, Politik und Finanzen hinter uns.“

Zahlreiche Menschen aus den Vereinigen Staaten hätten ihm erzählt, wie ihre Kirchen von der Arbeit mit denjenigen in den Zentralkonferenzen profitiert hätten. Während einer Reise in den US-Bundesstaat Arkansas im letzten Sommer traf er ein Team seiner russischen Kirchen, die ein Programm für amerikanische Strassenkinder durchführten – ein Programm, dass von Russen entwickelt worden sei. Einer der Vorteile der methodistischen Verbundenheit sei es, dass die Kirchenglieder nicht nach Missionsprojekten suchen müssten, die Weltgemeinde helfe ihnen, diese zu finden.

“Im gemeinsamen Blick auf die Welt als unsere Gemeinde steckt ein Potential für das weltweite Wachstum der Kirche,“ so Minor. So würde eine bedeutungsvolle Beteiligung am Auftrag der Kirche Energien freisetzen, die noch unangetastet seien, und dabei neue Personen anziehen.


Quelle: United Methodist News Service / EMKNI

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