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EMKNI - 01.10.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Solidarisch sein am "Sonntag der verfolgten Kirche" im November

Im modernen 21. Jahrhundert müssen Tausende von Menschen wegen ihres Glaubens an Christus Schikanen, rohe Gewalt, Verhaftung und nicht selten Folter und Tod erleben. Religionsfreiheit, obwohl oft in der Verfassung garantiert, ist für sie nur ein frommer Wunsch. Ihnen, den Bedrängten und Verfolgten, gilt die Solidarität der Schweizer Brüder und Schwestern. In vielen Gottesdiensten wird deshalb am 9. November 2003 an die verfolgten Christen auf der Welt gedacht und für sie gebetet.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) lädt Kirchen und freie Gemeinden ein, am 9. oder am 16. November 2003 im Gedenken an bedrängte Mitchristen einen besonderen Gottesdienst zu gestalten. Ziel ist die Sensibilisierung von Schweizer Christinnen und Christen für die weltweite Situation der verfolgten Kirche. Das Augenmerk richtet sich dieses Jahr auf Indien, Ägypten, Usbekistan und die Türkei. Die Kirche in Indien erlebte in den letzten fünf Jahren ein rasantes Wachstum, aber auch zunehmende Verfolgung. Militante hinduistisch-nationalistische Bewegungen drängen auf Gesetze, die den Wechsel der Religion verbieten wollen. In Ägypten stehen bekennende Christen unter grossem Druck. Konvertiten zum Christentum werden von ihren Familien verstossen und von den Behörden schikaniert. Die Spannungen gegenüber Christen haben auch in Usbekistan in den letzten Monaten stark zugenommen. Die Behörden liessen Bibeln verbrennen und den Verantwortlichen nichtregistrierter Kirchen droht die Verhaftung und die Schliessung ihrer Gemeinden. Obwohl die Religionsfreiheit in der Türkei durch die Verfassung garantiert ist, werden Christen durch lokale Behörden schlecht behandelt. Regelmässig werden einige von ihnen ohne Rechtsgrundlage wegen angeblicher Proselytenmacherei verhaftet.

Die speziell für den „Sonntag der verfolgten Kirche“ angefertigte Impulsmappe kann bei der Gestaltung des Gottesdienstes praktisch helfen. Vom Predigtentwurf über Gebetsanliegen auf einer Folienvorlage, Kinderseite und Materialliste mit Filmen bis zu den Antworten auf die Frage, was denn eine Gemeinde für die Verfolgten überhaupt tun kann, bietet das Dossier viel Nützliches zur Vorbereitung des Gottesdienstes an. Die Mappe ist in deutsch oder französisch auf dem Internet unter http.//www.each.ch zu finden oder zu beziehen beim Sekretariat der SEA, Josefstr. 32, 8005 Zürich, Tel. 01 273 00 44, Fax 01 273 00 66, E-mail: info@each.ch.

Der „Sonntag der verfolgten Kirche“ ist der Schweizer Ausdruck des internationalen Gebetstages für die verfolgte Kirche der Weltweiten Evangelischen Allianz. Es wird erwartet, dass am 9. und 16. November in über 100 Ländern schätzungsweise 100 Millionen Christen für dieses Anliegen beten werden und so eine einzigartige geistliche Verbundenheit demonstrieren. In der Schweiz findet der „Sonntag der verfolgten Kirche“ in diesem Rahmen zum fünften Mal statt. Der Anlass und das Anliegen stiessen in den letzten Jahren in den Schweizer Gemeinden auf grosses Interesse. Letztes Jahr wurden im Rahmen des Anlasses 36 000 Unterschriften für verfolgte Christen in Indonesien gesammelt. Auch 39 National- und Ständeräte unterzeichneten die Petition. Am 11. Dezember wurden die Unterschriften dem indonesischen Botschafter in Bern persönlich überreicht. Neben der SEA beteiligen sich fünf Organisationen an dieser Aktion: Offene Grenzen (OG), Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK), Christliche Ostmission (COM), Christian Solidarity International (CSI) und Aktionskomitee für verfolgte Christen (AVC).


Quelle: Communiqué SEA (fh)

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