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EMKNI - 24.10.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Keine EMK-Botschaft auf der grössten Videowand am Times Square

Ab dem 15. November 2003 wäre die Botschaft der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), "open hearts, open minds, open doors", mit Bildern auf der grössten Videowand der Welt auf dem Times Square in New York ausgestrahlt worden (siehe auch EMKNI-Meldung vom 21.10.2003).

Es wäre, wenn nicht die Firma Reuters Communications ihr Veto eingereicht hätte. Die Videowand über 28 Stockwerke ist am Gebäude, das Reuters mit der Firma Instinet teilt, angebracht und kann täglich von geschätzten 1,5 Millionen Menschen gesehen werden.

Der Grund der Einsprache ist, dass der Mietvertrag von Reuters die Ausstrahlung von Informationen an der Videowand verbietet, die einen überwiegend religiösen, politischen oder sexuellen Inhalt haben, gab die Firmensprecherin Samantha Topping in New York bekannt.

Die EMK hatte für eine Ausstrahlung an dieser Videowand am 23. September 2003 eine Vereinbarung mit der Firma Outdoor Television Network Limited of Toronto unterschrieben. Ron Walker von Outdoor sagte, seine Firma habe sich bei dieser Vereinbarung geirrt, da Outdoor eine Vereinbarung mit Reuters habe, keine Werbung mit religiösem, politischem oder sexuellem Inhalt zu akzeptieren. "Reuters wollte die Evangelisch-methodistische Kirche nicht zu einer Ausgestossenen machen, es war ein reines Versehen von unserer Seite her. Wir entschuldigen uns bei der Kirche," so Walker.

Doch vielleicht gibt es doch noch ein befriedigendes Ende zu dieser Geschichte: Ron Walker sagte, dass Outdoor der EMK einen alternativen Ort für die Publikation angeboten habe, um "die gleiche Botschaft, dem gleiche Publikum, in einem ähnlichen Medium am Times Square, um die gleiche Zeit um das Erntedankfest" zu zeigen.

Larry Hollon, Leiter von United Methodist Communications, sagte, dass er "froh war, die Entschuldigung von Outdoor zu akzeptieren," und sie bereit seien, mit Outdoor zusammenzuarbeiten, um eine neue Beziehung zu entwickeln, "die unseren Bedürfnissen entsprechen wird, die Öffentlichkeit mit unseren Botschaften zu erreichen."

Obwohl Outdoor ihren Fehler realisiert hat, drückte Hollon seine Sorge um Reuters aus: "Eine Politik, die religiöse Organisationen davon ausschliesst, an einem öffentlichen Marktplatz zu sprechen, ist diskriminierend. Ich fahre fort, gegen eine solche Diskriminierung zu sprechen." Die Evangelisch-methodistische Kirche sollte denselben Zugang und dieselbe Gelegenheit an einem kommerziellen Marktplatz gegeben werden, wie "eine Firma, die Bier verkauft," so Hollon und meinte weiter: "Und in diesem Fall ist eine faire und gerechte Behandlung alles, was wir verlangt haben."


Quelle: United Methodist News Service / EMKNI

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