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EMKNI - 29.10.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Methodisten verliessen ihre Häuser wegen der Waldbrände in Kalifornien

Das seit dem Wochenende tobende Feuer in Kalifornien hat, laut offiziellen Angaben, unterdessen rund 2000 Häuser und eine halbe Million Hektar Land verbrannt. Methodistische Familien mussten ihre Häuser verlassen, eine methodistische Gemeinde die Kirche sogar während des Gottesdienstes am Sonntag. Satellitenaufnahmen zeigen insgesamt 17 Feuerherde an, dazu kommen neue Brände im Norden von Kalifornien

Während sich die verheerenden Waldbrände im Süden Kaliforniens weiter ausdehnen, ist eine methodistische Pfarrfamilie dankbar für die Bewahrung durch Gott.

John Yohan Yoon, Pfarrer der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Del Rosa in San Bernardino, verliess das Pfarrhaus mit seiner Familie am letzten Samstag, obwohl sie keine Warnung vor dem Feuer erhalten hatten. So kam keine Feuerwehr oder Polizei in die Strasse, um den Menschen mitzuteilen, dass sie die Häuser verlassen sollten, sondern die Familie sah die Flammen auf sich zukommen. Yoon, seine Ehefrau und ihre beiden jungen Söhne entkamen mit kaum mehr als der Kleidung, die sie trugen. Sie fanden Unterschlupf bei den Eltern von Yoon.

Als der Pfarrer am nächsten Morgen um 6.00 Uhr zurück nach San Bernardino kam, sah er, dass die Del Rosa Kirche immer noch stand. Die Kirche ist rund anderthalb Meilen vom Pfarrhaus entfernt. Das Pfarrhaus aber war bis auf die Grundmauern abgebrannt. Etwa 35 Mitglieder trafen sich am Sonntagmorgen in der Del Rosa Kirche. "Es gibt sieben Familien in der Gemeinde, die auch ihre Häuser verloren haben," sagte Yoon und meinte weiter: "Wir kamen zusammen, um einander zu stärken. Wir versuchen, das Beste mit Gottes Hilfe daraus zu machen.“

Die Jährliche Konferenz der Kalifornien-Pazifik-Region wird geleitet durch die methodistische Bischöfin Mary Ann Swenson. Die Konferenz erstreckt sich von Südkalifornien über den Pazifischen Ozean bis nach Hawaii, Guam und Saipan. Geographisch sind vom Feuer sechs der acht Distrikte in Kalifornien betroffen. Mary Ann Swenson hat unterdessen Unterstützung vom weltweiten methodistischen Hilfswerk UMCOR (United Methodist Committee on Relief) angefordert und bittet die Gemeinden der EMK in ihrer Konferenz, eine besondere Kollekte in den nächsten zwei Wochen dafür zu erheben. "Es gibt keine Wörter für den Sinn des Verlusts, der aus dies allem kommt,“ sagte Swenson, „aber es gibt Worte, die Hoffnung vermitteln: Jesus sagt im Matthäusevangelium: ‚Ich bin immer bei Euch’.“


Quelle: United Methodist News Service / Spiegel Online / EMKNI

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