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EMKNI - 09.09.2003   Zurück zur Übersicht

USA: Methodistische Studie zum Abendmahl veröffentlicht

Eine Studie zum Abendmahl, in Auftrag gegeben von der Generalkonferenz 2000 der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), wurde vom General Board of Discipleship (GBOD) an seiner Sitzung vom 20. bis 24. August in Nashville gutgeheissen. Sie soll der Generalkonferenz 2004 zur Diskussion und Annahme unterbreitet werden. Die Generalkonferenz ist die höchste, gesetzgebende Instanz in der EMK und findet als Versammlung von rund 1000 Personen alle vier Jahre statt.
Überschrieben ist die Abendmahlsstudie mit "“This Holy Mystery: A United Methodist Understanding of Communion,” (Dieses heilige Geheimnis: Das Verständnis des Abendmahls aus evangelisch-methodistischen Sicht) .Sie entfaltet das Verständnis des Abendmahls aus EMK-Sicht und -Tradition anhand der Kirchenordnung, der Schrift und der Praxis der Kommunionsfeiern.
Klar richtet sich das Dokument gegen die Transsubstantiationslehre und beschäftigt sich mit der Vorstellung der Kommunion als zugesprochener Gnade. "Unsere Tradition behauptet die wirkliche, persönliche, lebendige Anwesenheit von Jesus Christus. Wir verstehen die göttliche Präsenz in zeitlichem und relationalem Sinn. Im heiligen Mahl der Kirche kommt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des lebendigen Christus zusammen."
Die Frage, wer am Abendmahl teilnehmen dürfe, wird anhand der liturgischen Texte der Kirche angegangen: "Christus unser Herr lädt an seinen Tische alle ein, die ihn lieben, ihre Sünden ernsthaft bereuen und in Frieden miteinander leben wollen." Solche Aussagen stellen die Frage nach der grundsätzlichen Offenheit des Abendmahls und den damit verbundenen Erwartungen. Es bleibe ein Grundprinzip, dass "...alle, die im Glauben auf die Einladung antworten, auch am Abendmahl teilnehmen dürfen," hält die Abendmahlsstudie fest. Ungetaufte Personen, welche am Abendmahl teilnehmen, sollen zu geeigneter Zeit über die Sakramente unterrichtet und zur Taufe eingeladen werden.
Niemand soll vom Abendmahl ausgeschlossen werden aufgrund seines Alters, seiner geistigen, psychischen, entwicklungsmäßigen und/oder psychologischen Möglichkeiten, oder aus irgend einem Grund, der möglicherweise sein oder ihr Verständnis oder seine oder ihre Aufnahmefähigkeit des Sakraments beeinträchtigen könnte. Nebst zusätzlichen Anleitungen für solche Personen sollen die technischen Zugangsmöglichkeiten zum Abendmahl für alle Personen gewährleistet werden.
Laien können unter Anleitung eines Diakons oder Ältesten die gesegneten Elemente des Abendmahls zeitversetzt Personen bringen, welche nicht am gemeinsamen Abendmahlsgottesdienst teilnehmen konnten.
Hingegen richtet sich das Dokument gegen ein Selbstbedinungs- und Drop-in-Abendmahl, welches der gemeinschaftlichen Natur des Abendmahls nicht angemessen sei.
Auch soll ohne Anwesenheit des Pfarrer oder der Pfarrerin, zum Beispiel in Freizeiten, nicht Abendmahl gefeiert werden. Dafür besser geeignet seinen Liebesfeste oder Tauferneuerungsfeiern.
Die ganze Abendmahlsstudie kann als PDF-Datei (170 KB) unter http://www.gbod.org/worship/hcfinal-w.pdf bezogen werden. Weitere Informationen zum Gottesdienstlichen Feiern in der EMK findet man auch in englischer Sprache unter http://www.umcworship.org.


Quelle: Newscope

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