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EMKNI - 15.09.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Resolution der SEA zum Bettag

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) hat im Zusammenhang mit dem Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag vom 21. September 2003 eine Resolution betreffend den Wahlen der eidgenössischen Räte verfasst. Die SEA ruft zur Beteiligung und zum Gebet auf. Dazu zuerst einige einleitende Gedanken der SEA:

„Im Blick auf die National- und Ständeratswahlen vom 19. Oktober ruft die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) zur Beteiligung und zum Gebet auf. Mit Bedauern stellt die SEA fest, dass engagierte Christen oft von ihren demokratischen Rechten zu wählen und mitzubestimmen nicht Gebrauch machen. Sie zeigen sich desinteressiert und mit den eigenen Belangen in Kirchen und Gemeinden beschäftigt. Die SEA erinnert alle stimmberechtigten Christinnen und Christen in unserem Lande an ihre politische Mitverantwortung. Menschen, die am biblischen Wort als massgebliche Quelle ihres Denkens und Handelns festhalten, sind sich ihrer Doppelbürgerschaft bewusst: Als „Gottes Hausgenossen“ (Eph. 2.19) wissen sie um das Letzte (das Reich Gottes), als Bürger dieser Erde um das Vorletzte (den Staat als Notordnung). Sie sind nicht „von dieser Welt“ (Joh. 17.16), leben aber bewusst und verantwortungsvoll in dieser Welt. Für engagierte Christinnen und Christen, die sich – in welcher Partei auch immer – für die Aufgaben in den eidgenössischen Räten zur Verfügung stellen, ist die Evangelische Allianz dankbar. Den Gemeinden empfiehlt sie diese dem Gebet an. Sie hält fest, dass Christen weder einem bestimmten Segment des Links-Rechts-Schemas noch einer bestimmten Parteilinie zugehören müssen. Es ist der SEA auch ein Anliegen, dass politisch aktive Christen nicht im Ringen um Macht, Koalitionen und die Gunst der Öffentlichkeit aufgerieben werden. Sie brauchen deshalb den Schutz durch das Gebet und die Solidarität der christlichen Gemeinden. Die Allianz bittet um Unterstützung aller Kandidaten, die sich an den guten Ordnungen Gottes orientieren und sich für christliche Werte in der Gesellschaft einsetzen. Sie lädt alle Mitchristen ein, diese Anliegen am kommenden Bettag vor Gott zu bringen.

Aufruf der SEA zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag am 21. September 2003

Eidgenössische Wahlen – Chance auch für Christinnen und Christen

Dank
· Wir danken Gott für die politische Freiheit in der Schweiz, die es auch christlichen Gruppierungen ermöglicht, bei Wahlen und Abstimmungen ihre Interessen wahrzu-nehmen.
· Wir danken für Menschen, die ihre Zeit und Kraft für das Wohl des Volkes einsetzen.
· Wir danken Gott, dass er auch von „seinen Leuten“ einige in die politische Arbeit berufen hat, Menschen, die sich für die guten Ordnungen Gottes stark machen.

Busse
· Es tut uns leid, wo wir als Kirchen und Gemeinden so stark mit uns beschäftigt sind, dass wir dem politischen Engagement keine Bedeutung zumessen.
· Es tut uns leid, dass wir oft mehr über Regierung und Politik schimpfen, statt für sie zu beten
· Es tut uns leid, wo wir die Möglichkeiten nicht genutzt haben, in öffentlichen Aufgaben „Salz und Licht“ zu sein.

Bitte
· Wir bitten Gott, dass viele Christinnen und Christen am 19. Oktober an die Urne gehen und bei der Wahl der Kandidaten auf ihn hören.
· Wir bitten, dass viele Männer und Frauen in die Räte gewählt werden, die das Wohl des Landes im Auge haben und sich für christliche Grundwerte in der Gesellschaft einsetzen.
· Wir bitten um Bewahrung für alle christlichen Kandidatinnen und Kandidaten im Wahlkampf. Wir bitten um die Fähigkeit, auch im Ringen um den Erfolg ein glaubwürdiges Zeugnis für das Evangelium sein zu können.“


Quelle: SEA, Medienstelle (fh)

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