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EMKNI - 29.09.2003   Zurück zur Übersicht

Grossbritannien: Verurteilungen gegen die methodistische Bewegung wurden verbrannt

Bischof Richard Chartres verbrannte am vergangenen Montag vor der Kirche St. Giles in London die von anglikanischen Bischöfen ausgesprochene Verurteilungen, die sich im 18. Jahrhundert gegen die methodistische Bewegung unter John Wesleys Leitung gerichtet hatten.

Die Verurteilungen wurden verbrannt, um die engere Zusammenarbeit zwischen Anglikanern und Methodisten zu verdeutlichen. Darunter war auch die Kopie einer Stellungnahme des damaligen Bischofs von Exeter, George Lavington, der schrieb: "Methodisten sind eine Gruppe falscher Reformatoren." Joseph Butler, damals Bischof von Bristol, beschrieb die methodistische Erweckung als "eine abscheuliche Sache, eine ganz abscheuliche Sache".

Die Zeremonie am vergangenen Montag war ein symbolischer Akt zur Zusammenführung der Londoner Pfarrei St. Giles, Cripplegate, und der nahe gelegenen Wesley Kapelle in der City Road. Eine Erklärung wurde unterzeichnet, in der engere Verbindungen zwischen beiden Denominationen angestrebt werden.

Mehrere hundert Menschen nahmen an der Zeremonie teil, darunter Dr. Leslie Griffiths, Superintendent der Wesley Kapelle und Katherine Rumens, Pfarrerin von St. Giles.

In seiner Predigt lobte Bischof Chartres das Werk John Wesleys. Anglikaner und Methodisten müssten zusammenarbeiten, sagte er. "Allein im Jahr 2000 zogen 120’000 Neubürger nach London. Es gibt Aufgaben, die wir gemeinsam angehen müssen, und der Einheit ist am meisten gedient, wenn wir auf der Basis des Evangeliums handeln und die Herausforderungen annehmen."

Der nationale Bundesschluss zwischen der Anglikanischen und der Methodistischen Kirche, der "Anglican-Methodist Covenant", wird am 1. November 2003 in einer Zeremonie in der Westminster Central Hall und Westminster Abbey unterzeichnet.


Quelle: Rachel Harden / Thomas Kraft / EMK Deutschland

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