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EMKNI - 30.09.2003   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Seminartag zum Thema: Menschenwürde bei Arbeit und Politik: Bleibt die Ethik auf der Strecke?

Im Rahmen der Seminartage „Theologie im Gespräch mit dem Alltag“ spürt das Ehepaar Nancy und Ueli Bolleter-Malcolm aus Seuzach, Kanton Zürich (Sie: Kantonsrätin. Er: Dr. Ing., Konzernleitungsmitglied Sulzer i.R.) den folgenden Hintergründen nach:

Ausgangspunkt ist die christlich begründete Menschenwürde, die dem von Gott zu seinem Ebenbild geschaffenen Menschen zusteht. Solch menschenwürdiges Leben gerät einerseits unter Druck in der Arbeitswelt, geprägt durch den globalen Wettbewerb und Finanzkapitalismus, andererseits entsteht ein Druck aus komplexen sozialen, politischen und wissenschaftlichen Spannungsfeldern, weltweit und in der Schweiz. Was „menschenwürdig“ ist, ist oft nicht so klar. Es gilt abzuwägen, und selbst aus christlicher Sicht sind unterschiedliche Beurteilungen und Entscheide für unser Handeln möglich. Aufgrund aktueller Beispiele aus Wirtschaft und Politik wird folgenden Fragen nachgegangen: Wo und wie bleibt die Menschenwürde auf der Strecke? Warum geschieht das, was führt dazu, welches sind die Hintergründe? Was können wir bewirken, was ist zu tun, was bedeutet das für meinen persönlichen Alltag und mein Christsein?

Der Seminartag vom Samstag, den 1. November 2003 (9.30 bis 16 Uhr in Zürich) will Raum bieten, um Fragen, Zweifel, Bedenken und Erfahrungen zu formulieren – und fordert heraus, zeitgerechte Formen des Bekenntnisses zu Gott zu entdecken und zu entwerfen. „Theologie im Gespräch“ (TiG) will einen Beitrag leisten, dieses Bekenntnis mit dem eigenen Alltag verbinden zu können und sucht nach Wegen, um auf Menschen zu hören, die bisher empfunden haben, dass ihre Fragen im Raum der Kirche eher lästig waren.

„TiG“ ist ein Angebot der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz. Der Studientag wird geleitet durch Pfarrer Walter Wilhelm, Distriktsvorsteher in Zürich und Urs Bangerter, Leiter Haus Tabea in Horgen. Prospekte und Informationen sind erhältlich bei „TiG“, c/o Haus Tabea, Schärbächlistrasse 2, 8810 Horgen, Tel. 01 718 44 44. Drei weitere Tage sind in den folgenden Monaten geplant (siehe auch EMKNI-Meldung vom 27.08.2003).


Quelle: Medieninformation TiG (Urs Bangerter)

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