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EMKNI - 28.04.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Bischofsrat kritisiert amerikanische Regierung wegen Verweigerung von Visa

Logo der GeneralkonferenzDer Bischofsrat der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) übt harsche Kritik an der amerikanischen Regierung, die einer Anzahl von Methodisten aus Afrika und den Philippinen ein Visum für die Einreise zur Generalkonferenz der EMK in Pittsburgh verweigert hat. Der Bischofsrat erachtet dies als ungerecht und rassistisch.

Während einer gestrigen Pressekonferenz in Pittsburgh drückten die Bischöfe ihre Sorge aus, dass es internationalen Delegierte wegen der Visumsprobleme verboten wurde, an der Generalkonferenz teilzunehmen.

Elf Delegierte aus der Demokratischen Republik Kongo, fünf aus Zentralkongo, sechs aus der Jährlichen Konferenz (JK) von Nord Katanga sowie zwei Delegierte aus Nigeria und Sierra Leone und ein Delegierter aus Simbabwe erhielten kein Visum. Zwei von drei Delegierten aus der JK von Ostafrika legten Rekurs gegen das Verbot ein und erhielten ein Visum. Auch ein Delegierter aus Liberia legte erfolgreich Rekurs ein. 22 Delegierte von den Philippinen wurden die Visa ebenfalls verweigert, 14 von ihnen waren beim Rekurs erfolgreich.

Insgesamt wurden 42 Delegierten die Einreise in die Vereinigten Staaten verweigert und 25 Delegierte hatten bei der Eröffnung der Generalkonferenz immer noch keine Visa und konnten bis jetzt darum nicht daran teilnehmen.

Interessanterweise hatten die Delegierten aus Europa keine Probleme mit den Visa, woraus Bischof Felton E. May aus Washington schloss, dass „Rassismus wohl nicht ein geringer Anteil dieser Angelegenheit ist.“ Für Bischof Joseph Humper aus Sierra Leone ist die Ablehnung der Visa „eine Ablehnung von Gerechtigkeit und Opferbereitschaft für Frieden, Liebe und Einheit.“ Die Ablehnung beraube diesen Delegierten die Möglichkeit des kirchlichen Dienstes und „vermindere die Integrität der Menschen aus Afrika,“ so Humper. Bischof Solito Taquero von den Philippinen wies darauf hin, dass einige Delegierte, die, obwohl sie Rekurs eingelegt hatten, kein Visum erhielten. „Ich hoffe, die amerikanische Regierung wird etwas tun,“ sagte er.

Der Bischofsrat bedankte sich für die Bemühungen des US-Senators Richard Lugar und anderer für ihren Einsatz im Zusammenhang mit den Problemen betreffend den Visa und ihre Bemühungen, mit anderen kirchlichen Organisationen zusammen zu arbeiten, um eine solche Situation in der Zukunft zu vermeiden.

Der Bischofsrat will bei der amerikanischen Regierung erreichen, dass sich diese Probleme mit den Visa bei der Generalkonferenz 2008 in Forth Worth, im US-Bundesstaat Texas, nicht wiederholen werden.


Quelle: EMKNI / UMNS / Generalkonferenz

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