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EMKNI - 29.04.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Der Plan eines weltweiten „Beziehungstisches“ liegt an der Generalkonferenz vor

Logo der GeneralkonferenzMit einem gemeinsam gesungenen Lied begann die Generalkonferenz 2004 im David L. Lawrence Convention Center in Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania. 998 Delegierte und mehr als 1.000 Besucher sangen gemeinsam mit einem grossen Chor, begleitet von einem Orchester, die Hymne “O For a Thousand Tongues to Sing” beim Eröffnungsgottesdienst am 27. April 2004.

Eines der ersten Themen, mit denen sich die Delegierten der Generalkonferenz befassten, drehte sich um einen Plan für die Verbesserung des kirchlichen Auftrags sowie der kirchlichen Strukturen. In einer Vorführung per Video wurde den Delegierten die weltweite Arbeit der EMK aufgezeigt und es wurde ihnen damit auch ein Vorschlag in Form eines Plans mit dem Name „Living into the Future“ näher gebracht. Dieser Plan wurde vom General Council on Ministries (GCOM), dem weltweiten Rat für den kirchlichen Dienst, ausgearbeitet.

Seit dem Jahr 1968 hat die EMK mit verschiedenen Studien ihre Struktur und Arbeitsweise untersucht und während der letzten 36 Jahre hat sich die Kirche dabei immer wieder geformt und umgeformt. An der Generalkonferenz 2000 hatten die Delegierten einen Vorschlag abgelehnt, den weltweiten Rat für den kirchlichen Dienst, d.h. den General Council on Ministries, abzuschaffen und dafür sogenannte "covenant councils" (Bundesräte) auf allen Ebenen der Kirche einzuführen. Dort wäre Auftrag und Leben der Kirche bestimmt worden. Stattdessen beauftragten die Delegierten damals den General Council on Ministries, der Generalkonferenz 2004 einen Bericht vorzulegen, wie die weltweit tätigen kirchlichen Gremien effektiv arbeiten könnten. Dieser Bericht liegt jetzt vor und beinhaltet unter anderem den Plan „Living into the Future“.

Im Plan wird vorgeschlagen, dass die Koordination der kirchlichen Programme und Finanzen mit einem „Beziehungstisch“ ("Connectional Table") geregelt werden soll. Dort würden Verantwortliche aus der Kirche die Arbeit der EMK und ein Budget von 500 Millionen US-Dollar für den Zeitraum von jeweils vier Jahren koordinieren. Der Vorschlag dieses Plans wäre, kirchliche Vertreter, d.h. Methodisten aus Afrika, Asien, Europa und Nordamerika (vorwiegend aus den Vereinigten Staaten), zusammen an diesen Tisch zu bringen. So wären alle Regionen am Tisch vertreten, gemeinsam mit dem methodistischen Bischofsrat und offiziellen Vertretern von Behörden der weltweiten EMK. Der Vorschlag hätte auch das Ziel, den General Council on Finance and Administration, der weltweite Rat für Finanzen und Administration, dem 41 Mitglieder angehören, und den General Council on Ministries selber, mit 78 Mitgliedern, per 1. Januar 2007 in diesen „Beziehungstisch“ zu integrieren.

Zehn weitere kirchliche Gremien mit 500 Personen, für die der General Council on Ministries verantwortlich ist, würden ihre jetzige Struktur beibehalten, aber vertreten im und unter der Verantwortung des „Beziehungstisches“ sein. Der „Beziehungstisch“ selber wäre der Generalkonferenz unterstellt. „Der Plan bringt Auftrag und Geld an einen Tisch,“ sagt Darlene Amon, Delegierte der Jährlichen Konferenz von Virginia und eine Stimme im Video beschreibt den Nutzen diese „Living into the Future“-Vorschlags.

Die Delegierten werden über diesen Plan nächsten Woche, während der Plenarsitzung vom 3. bis 7. Mai 2004, entscheiden. Der dreiteilige Bericht des General Council on Ministries beinhaltet auch Informationen über spezielle Programme und Empfehlungen, einschliesslich Strategien für den kirchlichen Dienst in Afrika, Lateinamerika und der Karibik für die nächsten vier Jahre. Der General Council on Ministries fragt die Generalkonferenz auch um Genehmigung eines Betrags von 1,32 Millionen US-Dollar an, damit diese Aufgaben vom General Board of Global Ministries, der obersten Missionsbehörde der EMK, koordiniert werden können.


Quelle: EMKNI / UMNS / Generalkonferenz

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