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EMKNI - 02.12.2004   Zurück zur Übersicht

Mittel- und Südeuropa: Solidarität auf dem Prüfstand

Die Superintendenten der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa der Evangelisch methodistischen Kirche trafen sich mit Bischof Heinrich Bolleter (Bild) am Attersee/A.Die 15 Superintendenten der Zentralkonferenz von Mittel- und Südeuropa (ZKMSE) der Evangelisch methodistischen Kirche (EMK) trafen sich mit Bischof Heinrich Bolleter in Steinbach am Attersee (Österreich). Dieses Treffen der Kirchenleiter aus sieben Jährlichen Konferenzen hat sich als Ort für den Austausch von Erfahrungen und für die gegenseitige Ermutigung bewährt. An der jüngsten Tagung wurden Fragen der Umsetzung des neuen Amtsverständnisses (Schaffung eines permanenten Diakonats als ordiniertes Amt) besprochen. Das bedeutet, dass die entsprechenden Teile der Kirchenordnung in die neun offiziellen Sprachen dieser Region übersetzt sein sollten.
Man muss von Schock sprechen, wenn es um die Reaktionen geht, welche durch eine Ankündigung einer 20-prozentigen Kürzung der Gehälterunterstützung für PastorInnen und MitarbeiterInnen im Budget 2005 ausgelöst wurden. Dies betrifft die EMK in Polen, Bulgarien, Makedonien, Serbien, Ungarn sowie die Tschechische und die Slowakische Republik. In diesen Ländern haben die Gemeindebezirke sehr unterschiedliche Möglichkeiten und Grenzen, um für die Gehälter der Vollzeiter auf zu kommen. Das hat damit zu tun, dass die Kirchen nicht so sehr vom Mittelstand getragen sind, wie in der Schweiz und in Österreich. Es ist ein verarmter Mittelstand, der die Beiträge an das Kirchenbudget aufbringen muss. Eine offizielle Studie der UNO zeigt zum Beispiel, dass ein Durchschnittsgehalt in Bulgarien heute genau 51 Prozent der Kaufkraft hat im Vergleich mit dem Durchschnittgehalt unter kommunistischer Herrschaft (1989 = 100%). Es werden grosse Anstrengungen unternommen, mehr Eigenleistung zu erbringen, aber die Lebensumstände verunmöglichen ein substanzielles Wachstum.
Bei den Sponsorenbeiträgen aus den USA, aus Westeuropa und aus der Schweiz zeichnet sich auch ein spürbarer Rückgang ab. So wurde im Blick auf das Budget 2006 eine weitere Kürzung von 15 Prozent angekündigt. Längerfristig müssen die Gemeinden damit rechnen, ihren Dienst nur noch mit freiwilligen MitarbeiterInnen zu tun. Die kleine Zahl von ausgebildeten und bezahlten MitarbeiterInnen wird dann mehrheitlich für regionale Begleit- und Aufsichtsfunktionen eingesetzt.


Quelle: Bischofssekreariat

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