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EMKNI - 07.12.2004   Zurück zur Übersicht

Großbritannien: Vernünftiger Weihnachtskartenversand zugunsten Entwicklungsprojekts

Für 20 eingesparte Weihnachtskarten könnten in Kamerun 300 Heilpflanzensetzlinge angeschafft werden. Diese Pflanzen ermöglichten eine günstige Behandlung bei Cholera, Malaria und Tuberkulose.Im vergangenen Jahr versandten die Britten über zwei Milliarden Weihnachts-Grußkarten, mehr als in jedem anderen Land. Viele dieser Karten sind willkommene Zeichen für ferne Freunde und Bekannte. Doch Weihnachtsgrusskarten werden auch Menschen zugesandt, die Tür an Tür wohnen, arbeiten und leben. So regt das methodistische Hilfswerk "Methodist Relief and Development Fund" (MRDF) zu einem überlegteren Umgang mit dem Kartenversand an. Menschen sollen in ihren Kirchen, Schulen und an den Arbeitsplätzen nur eine Weihnachtsgrusskarte an den dafür vorgesehenen Informationswänden aufhängen.
Das führe zu einem doppelten Gewinn. Damit werde der Umwelt Sorge getragen. Andererseits könne das eingesparte Geld z.B. in nachhaltige Landwirtschaftsprojekte des MRDF in Asien, Afrika und Lateinamerika investiert werden. Laut Kevin Fray vom MRDF leben 80% der Menschen in den ärmsten Ländern der Welt von der Landwirtschaft oder Nutztierhaltung. Wenn es gelinge, den Menschen zu zeigen, wie sie nachhaltig ihr Land bebauen und nutzen können, ist das ein entscheidender Schritt weg von der Armut zu mehr Wohlstand.
Mit 3 Pfund, die man für 10 Weihnachtskarte zahlen müsste, könnte man in Indien 300 Setzlinge kaufen für den Start einer Baumschule. Mit 6 Pfund können in Kamerun 300 Heilpflanzensetzlinge angeschafft werden. Und mit 15 Pfund, dem Gegenwert von 50 Weihnachtskarten, könnte man in Malawi 3 Zementsäcke für den Bau eines Schweinestalls bezahlen.
Mehr zur Aktion des MRDF in englischer Sprache findet man unter http://www.mrdf.org.uk/News/Christmas_2004.htm.


Quelle: Methodist Relief and Development Fund (MRDF)

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