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EMKNI - 20.01.2004   Zurück zur Übersicht

Schweiz: SEA veröffentlicht Diskussionsbeitrag zum WEF

Anlässlich des morgen beginnenden Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos veröffentlicht die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) als Diskussionsbeitrag ein Papier, das eine neue Wirtschaftsethik fordert. Die Wirtschaft müsse reformiert werden. Sie habe das Vertrauen der Bevölkerung verloren und müsse dringend umdenken. Dabei könne es nicht um ein bisschen Kosmetik wie ein paar neue Vorschriften und Leitbilder gehen. Es brauche neue wirtschaftliche Denkmuster, die tief greifende und nachhaltig wirksame Reformen und damit eine lebensdienliche Wirtschaft hervorbringen, so das Papier mit dem Titel „Optimieren statt Maximieren“.

In der vom promovierten Ökonomen Thomas Giudici im Auftrag der SEA ausgearbeiteten Stellungnahme werden Ansätze und Stossrichtungen für eine lebensdienliche Wirtschaft aufgezeigt, ausgehend von biblisch-wirtschaftlichen Denkmustern. Die heutige Wirtschaft beruhe weit gehend auf einem „mechanistischen Weltbild“, vertrete „Gewinnmaximierung“ als wichtigsten Wert und sehe das „Konkurrenzieren“ als die zentrale Verhaltensnorm, so Giudici. Demgegenüber sei die Wirtschaft unter biblischen Grundannahmen neu zu denken. Da werde von der „Schöpfung“ ausgegangen, „Würde, Freiheit, Gerechtigkeit“ als wichtigste Werte vertreten und „menschen-, gemeinschafts- und lebensdienlich“ als zentrale Verhaltensnorm angestrebt, schreibt der Wirtschaftsfachmann, der früher Chef der Finanzverwaltung des Kantons Basel-Stadt war und heute als selbstständiger Unternehmensberater tätig ist. Der Rückgriff auf biblische Alternativen ist laut SEA aufgrund der christlich geprägten, erfolgreichen Wirtschaftsgeschichte der westlichen Industrienationen nahe liegend. Biblische Prinzipien können und sollen die Diskussionen, Entscheidungen und Handlungen der Verantwortungsträger wie auch breiter Bevölkerungskreise innovativ anregen und neu prägen.

Das Papier „Optimieren statt Maximieren – Postulate für eine neue Wirtschaftsethik“ versteht sich als Diskussionsbeitrag und ist auf der Homepage der SEA unter Stellungnahmen zu finden.


Quelle: Medienmitteilung SEA (fh.)

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