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EMKNI - 21.01.2004   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Gerechtigkeit für Samuel Scheffelmeier

Ein tragisches Unglück ereignete sich am 6. März 2002 in der Ostsee, bei dem zwei deutsche Soldaten ums Leben kamen. Der 21-jährige Samuel Scheffelmeier und sein 22-jähriger Kamerad Stefan Paul starben im drei Grad kalten Wasser, als das kleine Schnellboot aufgrund des starken Seegangs kenterte, das sie im Rahmen des NATO-Manövers „Strong Resolve“ von einem Besuch der britischen Fregatte „HMS Cumberland“ zurück zur deutschen Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ bringen sollte.

Den Eltern von Samuel Scheffelmeier wurde das Bedauern über den Tod ihres Sohnes ausdrückt - aber gleichzeitig wurde ihnen auch mitgeteilt, dass ihr Sohn an seinem Tod selbst schuld sei - was sie sich nicht vorstellen konnten. So begannen sie zu recherchieren und stiessen auf viele Ungereimtheiten im Zusammenhang mit dem Tod ihres Sohnes. So hätte Samuel Scheffelmeier möglicherweise gerettet werden können und wäre jetzt noch am Leben. Der Vater Wolfgang Scheffelmeier, der der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Deutschland angehört, ergriff juristische Mittel, um Klarheit und Gerechtigkeit in diesem Fall zu erzielen und musste seitdem auch vor Gericht um Anerkennung dieses Falls kämpfen. Er wendete sich auch an die Medien, die den Fall aufgriffen, so unter anderem die Fernsehsendung „Stern TV“.

Unterstützung erhält Scheffelmeier auch vom Zentralkonferenz-Ausschuss „Gerechtigkeit, Friede und Bewahrung der Schöpfung“ (GFS) der EMK in Deutschland.

Heute abend berichtet „Stern TV“ um 22.15 Uhr auf dem deutschen Privatsender RTL erneut über den Fall (die Sendung wird in der Nacht von Freitag auf den Samstag um 03.15 Uhr auf RTL wiederholt). Ein umfassender Bericht zu diesem Fall findet sich auf der GFS-Homepage unter http://www.emk-gfs.de/ (rechte Spalte unten, unter „GFS Infos“).


Quelle: Markus Koch, Magazin unterwegs / Marliese Gräsle, GFS / EMKNI

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