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EMKNI - 07.06.2004   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Migranten auf Rückreise vorbereiten

Christliche Gemeinden könnten mithelfen, Asylanten auf ihre Rückreise vorzubereiten, nachdem deren Gesuch abgelehnt worden ist. Dies sagte der Vizedirektor des Bundesamtes für Flüchtlinge, Urs Winkler, anlässlich eines Referates an der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) am Samstag, 5. Juni 2004, in Biel.

Rund 80 Prozent der Anträge Asylsuchender würden abgelehnt, weil sie nicht den Kriterien und Richtlinien der Schweiz entsprächen, sagte Urs Winkler, der im BfF für im Durchschnitt rund 100 Entscheide pro Tag verantwortlich ist. Diese müssten die Schweiz sofort verlassen, was aber nur bei etwa einem Drittel der Personen gelinge, sagte Winkler. Ein weiteres Drittel tauche ab. Statt sich für deren illegale Integration stark zu machen, sei es wichtig, diese Personen auf die Rückkehr in ihr Land vorzubereiten. Viele wollten nicht zurückkehren, weil sie absolut ohne Hoffnung seien. Wenn es engagierten Christen und Kirchen gelingen könnte, ihnen eine Perspektive zu vermitteln, sowohl durch den Glauben als auch durch praktische Hilfe, könnten sie und auch das BFF nachhaltig unterstützt werden.

Winkler wurde von der Schweizerischen Evangelischen Allianz eingeladen, über die gegenwärtige Arbeit und die aktuellen Fragen im BFF zu informieren. Die anschliessende Diskussion der rund 90 Teilnehmer mit dem Vizedirektor des BFF drehte sich um Frage, wie sich die Evangelische Allianz und die Gemeinden zur Verbesserung der Situation rund um die Asylantenpolitik sinnvoll einbringen könnten.

Jahresbericht und Rechnung der SEA wurden von den Delegierten mit Genugtuung zur Kenntnis genommen. Besonders verdankt wurde die Publikation der Verteilzeitung „4telstunde für Jesus“, die im Jahr der Bibel über zwei Millionen Mal verteilt wurden. Dankbar zeigten sich die Sektionen auch, dass nach Jahren der Überschuldung im Jahr 2003 endlich wieder eine positive Bilanz geschrieben werden konnte. Nach einiger Diskussion beschlossen die Delegierten eine Erhöhung der Stellenprozente der Medienstelle im Zentralsekretariat und stimmten einer vorerst befristeten Stelle im Jugendbereich zu. Ebenfalls klar fiel der Entscheid für die Erhöhung der Mitgliederbeiträge sowohl für Einzelmitglieder als auch für Kollektivmitglieder aus.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. Sie besteht aus 90 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 80 christlichen Organisationen.


Quelle: Medienmitteilung SEA (fh.) / EMKNI

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