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EMKNI - 10.06.2004   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Jugendliche Power und Gedanken zum Alter am ersten Konferenzabend

Auftritt der TfJ (Teens for Jesus). Unten: Stefan PfisterMit fröhlich-besinnlichen Beiträgen begann am Mittwoch abend die Tagung der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich in Thun. In der Expo-Halle führte EMK-Pfarrer Stefan Pfister aus Gstaad durch den Abend, der unter dem Thema „Hey, das Glas ist ja voll leer“ stand.

Den Auftakt machte die Tanzgruppe „TfJ“, einer Gruppe von Teenagern (momentan alles Mädchen) aus dem Berner Oberland. Zu rockigen Klängen tanzten die Jugendlichen, die fast alle aus verschiedenen Freikirchen kommen, auf der Bühne und verbreiteten mit ihrem Auftritt jugendliche Frische und Unbeschwertheit in der Halle.

Mit einem Filmbeitrag wurde das „Steet Sweepers Pub“ vorgestellt, ein offener Jugendtreffpunkt in Aeschi. EMK-Pfarrer Ernst Hug interviewte den Leiter Mike Häusermann. Das „Street Sweepers Pub“ wird von durchschnittlich 40-50 Jugendlichen besucht und hat 14 ehrenamtliche Mitarbeiter. Hinter dem Pub steht ein Trägerkreis; das Pub ist Teil der Jugendarbeit der drei Freikirchen vor Ort. Häusermann machte im Interview Mut, eine offene Jugendarbeit zu wagen.

Als Kontrast zum „jugendlichen“ ersten Teil des Abends gaben EMK-Pfarrer Martin Epting und das Leiterehepaar Markus und Lea Hafner vom Alters- und Pflegeheim Artos in Interlaken Einblicke in das Leben alter Menschen. So trug das Ehepaar Hafner Gedanken von Bewohnerinnen und Bewohnern des Artos vor, die sich jeweils in einem Satz zum Alter äusserten, wie zum Beispiel „Alt werden ist das einzige Mittel, lange zu leben,“ „Junge Männer können stolz sein auf ihre Kraft und die Alten auf ihr graues Haar“ oder „Die Erinnerung ist das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden.“

Ruhige und besinnliche musikalische Töne kamen auch von Daniel Welten und seinen Kindern, die mit ihren Blasinstrumenten als „Familienmusik Welten“ die nächste musikalische Einlage des Abends bildeten.

Zum Schluss des Abends wurde Pfarrer Hans Lanz, Seelsorger im Diakoniewerk Bethanien in Zürich, von EMK-Pfarrer Daniel Etter interviewt. Beruflich hat Pfarrer Lanz in der Vergangenheit in einer Gassenküche gearbeitet und war als Seelsorger bei Menschen, die an Aids erkrankt sind, tätig. Im Interview wurde die Frage aufgeworfen, was der Mensch für sein Leben eigentlich braucht. Pfarrer Lanz, der zum Beispiel selber kein Handy oder eine E-Mail-Adresse benützt, meinte dazu: „Wenn ich sagen kann, was ich brauche, muss ich nicht darüber reden, was ich loslassen muss.“


Quelle: Andy Schindler-Walch, EMKNI

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