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EMKNI - 12.06.2004   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Der Bericht des Kirchenvorstandes an der Tagung der Jährlichen Konferenz

Peter BinderDer Bericht des Kirchenvorstands wurde an der Tagung der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz-Frankreich in Thun vom Präsidenten Peter Binder vertreten. Zu Beginn machte er darauf aufmerksam, dass der Kirchenvorstand aufgrund von einigen Erfahrungen beschlossen hat, dass zukünftig Projekte, welche der Jährlichen Konferenz unterbreitet werden müssen, so früh als möglich eingereicht werden müssen, damit der Kirchenvorstand und die Ausschüsse noch Änderungen anbringen können und zwar unabhängig davon, ob ein Projekt finanzrelevant ist oder nicht. So erachtet es der Kirchenvorstand als wichtig, dass zum Beispiel ein Vertreter des Finanzausschusses in einem solchen Projektteam Einsitz nimmt.

Aus den vielen verschiedenen Aufgaben, mit denen sich der Kirchenvorstand intensiv befasst hat, erwähnte Peter Binder einige besondere Anliegen: Die Stiftung Viktoria konnte auf Jahresende noch nicht aus dem Handelsregister gelöscht werden, da noch Zustimmungen der Behörden fehlten. In den nächsten Wochen sollte dies aber geschehen können. Betreffend dem ehemaligen Hotel alfa ist die Situation beinahe unverändert. Der Kirchenvorstand erwartet noch entsprechende Informationen.

Nach über zweijähriger intensiver Arbeit wurden die Umlagen neu strukturiert. In der Broschüre „kirche+geld“ wurde ausführlich darüber informiert. Die Diskussion zeigte, dass diese neue Regelung begrüsst wird. Für kleine Gemeinden wird dies möglicherweise bedeuten, dass zum Teil neue Lösungen mit vollzeitlich oder teilzeitlich angestellten Pfarrerinnen und Pfarrern gefunden werden müssen. Da es auch Pfarrerinnen und Pfarrer gibt, die gerne teilzeitlich arbeiten möchten, können hier Lösungen möglich sein, die sowohl einer Gemeinde wie der Pfarrerin oder dem Pfarrer entgegen kommen.

Neu wird es für alle Personen mit einer Dienstzuweisung erstmals Arbeitsverträge geben, ebenso ein Personalreglement, ein überarbeitetes Spesenreglement, eine umfassende Stellenbeschreibung und eine überarbeitete Gehaltsskala. Mit diesen neuen Regelungen können u.a. die unterschiedlichen steuerlichen Belastungen in den verschiedenen Kantonen besser ausgeglichen werden.

In der Diskussion wurde die Art und Weise, wie der Kirchenvorstand die neuen Regelungen der Umlage und der Anstellungsbedingungen bis jetzt kommuniziert hat, kritisiert. Zum Beispiel erachten Pfarrpersonen und Laienmitgliedern der Region Ostschweiz es u.a. als unklug, dass über die Neustrukturierung der Umlagen zuerst in „kirche+geld“ informiert wurde, bevor die Informationsveranstaltungen mit Gemeindeverantwortlichen stattgefunden haben. Auch wird vermisst, dass die kirchenpolitischen Konsequenzen der Neuregelung der Umlage als Jährliche Konferenz nicht eingehend diskutiert werden. Es ist Aufgabe der Jährlichen Konferenz, strategische Entscheidungen über den Weg der Kirche zu treffen.

Peter Binder zeigte kurz den Weg auf, wie das neue Reglement für Personen mit Dienstzuweisung erarbeitet wurde und Distriktsvorsteher Markus Bach äusserte sich zum Entwicklungsprozess des neuen Umlagemodells. Binder wies auch darauf hin, dass es verschiedene Wege gebe, wie das neue Umlagemodell kommuniziert werden kann und dass sich der Kirchenvorstand mit seinem erarbeiteten Informationskonzept für einen Weg entschieden habe. Er dankte aber für die kritischen Anmerkungen.

Die Jahresrechnung 2003 der Zentralverwaltung wurde einstimmig von den Delegierten genehmigt. Es handelt sich dabei um eine Teilrechnung der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Schweiz. Eine Gesamtrechnung der Evangelisch-methodistischen Kirche umfasst alle Werke und Organe, die rechtlich nicht selbständig sind. Das sind alle Gemeindebezirke der EMK in der Schweiz, die Zentralverwaltung, die Zahlstelle, Connexio, das Frauennetzwerk, das Männerforum und die Jungschar.

Die Aussagekraft der Gesamtrechnung konnte weiter verbessert werden. Es gibt aber immer noch einiges zu tun, um genauere Aussagen machen zu können. Deutlich wird in der Rechnung, dass das Vermögen der EMK Schweiz ca. 80% in den Liegenschaften besteht. Beim Aufwand zeigt sich, dass ca. 37% Personalaufwand und ca. 22% Liegenschaftsaufwand sind. Beim Ertrag machen die Spenden ca. 47% aus, die Mieterträge von Liegenschaften ca. 20% aus.

Im vergangenen Jahr behandelte der Kirchenvorstand eine Reihe von Geschäften rund um Liegenschaften und Bauten: Dreizehn verschiedene Ankäufe und Verkäufe von Liegenschaften wurden getätigt, sechs Neubauten, Umbauten und Renovationen wurden abgeschlossen und fünf Bauabrechnungen wurden genehmigt.

Zum ersten Mal lag ein Bericht vom Ausschuss für selbständige Werke vor. Im Bericht wird beantragt, dass die Jährliche Konferenz drei Werken, welche die Bedingungen erfüllen, den Status „selbständiges Werk der EMK“ zu erteilen, und zwar für das Diakonat Bethesda Basel, das Diakoniewerk Bethanien Zürich und für den Verein Ferienheim Honegg, Süderen. Die Anträgen wurden von den Delegierten angenommen.


Quelle: Marc Nussbaumer und Andy Schindler-Walch, EMKNI

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