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EMKNI - 30.06.2004   Zurück zur Übersicht

Welt/Irak: Entwicklung im Irak bereitet Missionsverantwortlichen Sorge

In einer Gemeinschaftserklärung haben Bischof Joel N. Martinez, Präsident des General Board of Global Ministries (GBGM), der weltweiten Missionsbehörde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), und Pfarrer R. Randy Day, Generalsekretär des GBGM, in vier Punkten ihre Sorge im Zusammenhang mit der Übergabe der Regierungsgewalt von den Vereinigten Staaten an die irakische Übergangsregierung ausgedrückt. Beide betonen die Wichtigkeit einer internationalen Aufsicht unter dem Mandat der Vereinten Nationen beim Wiederaufbau des Iraks. Andere Punkte ihrer Sorge betreffen die Entwicklungsarbeit, Sicherheitsaspekte und den Einsatz des Militärs.

Martinez und Day weisen darauf hin, dass die EMK offiziell Krieg verurteilt und das Recht aller Menschen betont, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen. So sagen die beiden, dass sie im Bezug auf den Irak aus der Perspektive des Missionsauftrags der EMK sprechen würden, wo es darum geht, menschliches Leid zu lindern und Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit zu fördern.

„Wir beten dafür, dass die von den USA geführte Militärkoalition der UNO erlauben wird, ihre Arbeit ohne Einmischung zu tun,“ schreiben sie und erinnern damit an den Aufruf des methodistischen Bischofsrats vom Mai, wo auf die Notwendigkeit der UNO beim Friedens- und Stabilisierungsprozess im Irak hingewiesen wird.

Die Machtveränderung bereitet Martinez und Day auch Sorgen im Bezug auf die Zukunft von Entwicklungs- und Rehabilitationsprogrammen im Irak. So ist UMCOR, das weltweite methodistische Hilfswerk, zusammen mit anderen Organisationen im Notfalldienst tätig, der besonders irakischen Kindern zugute kommt. Laut Martinez und Day hätten Entwicklungsgruppen innerhalb des Iraks angedeutet, sich aus der Arbeit zurückzuziehen, falls das Chaos durch die Machtübergabe noch grösser wird. In Namen von UMCOR, das zum GBGM gehört, schreiben die beiden: „Wir haben festgelegt, dass wir uns an Entwicklungs- und Rehabilitationsprogrammen so lange beteiligen, wie ein lebensfähiges System für diesen Dienst besteht.“

Die Erklärung schliesst mit einem Aufruf an die Menschen aller Religionen und Nationen, sich dafür einzusetzen, den Irak wieder aufzurichten und dabei ein unzerstörbares globales Netz von Frieden und Gerechtigkeit zu schaffen.


Quelle: EMKNI / General Board of Global Ministries

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