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EMKNI - 26.03.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Erklärung vom Exekutivkomitee des Bischofsrats zum Fall Dammann

Das Exekutivkomitee hat im Namen des Bischofsrats der weltweiten Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) eine Antwort zum Fall der homosexuellen Pfarrerin Karen Dammann (siehe EMKNI-Meldung vom 23.03.2004) abgegeben:

„Das Urteil im Prozess von Pfarrerin Karen Dammann aus der Region Seattle hat Fragen in der Evangelisch-methodistischen Kirche aufgeworfen. Der Bischofsrat erinnert die Kirche daran, dass dieser eine Fall nichts am „Book of Discipline“ (die weltweite Kirchenordnung der EMK, Anmk. der Redaktion) bezüglich Homosexualität oder der Qualifikationen für das Predigtamt ändert. Die Kirchenordnung bleibt unverändert. Und dieser Fall beeinträchtigt direkt keine anderen Jährlichen Konferenzen, wie sie in solchen Fällen entscheiden könnten.

Wir bestätigen die Führung von Bischof Elias Galvan von der Region Seattle zur Durchführung dieses Prozesses, wie er im „Book of Discipline“ beschrieben ist. Wir bestätigen unser Gelübde als Bischöfe, die Kirchenordnung der Evangelisch-methodistischen Kirche zu wahren.

Als Ihre Bischöfe laden wir die Kirche ein, mit uns gemeinsam als christliche Konferenz in einen respektvollen und vom Gebet geprägten Dialog zu treten, um die Leitung durch den Heiligen Geist zu erkennen. Lasst uns zusammen finden, bestätigen und leben in einem gemeinsamen Verständnis unserer Lehre und unserer Ordnung. Wir sind überzeugt, dass die Generalkonferenz ein Platz des Nachdenkens, begleitet durch das Gebet, sein soll und ein Ort unserer Verständigung am Festhalten gemeinsamer Überzeugungen und Normen der christlichen Lehre und des Lebens.

Der Fall Dammann zeigt die andauernden Differenzen zur Frage der Homosexualität in der Evangelisch-methodistischen Kirche. Der Bischofsrat weiss schmerzlich von dieser Uneinigkeit. In solchen Momenten wie diesem erinnern wir uns daran, dass unsere Einheit in Christus nicht von der Einstimmigkeit von Meinungen abhängig ist. Vielmehr sind wir in der Liebe von Jesus Christus miteinander verbunden, die unsere Unterschiede übersteigt und uns aufruft, gemeinsam an einem Tisch zu bleiben.

„Und ich will euch einen noch besseren Weg zeigen. Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. Die Liebe hört niemals auf (1. Korinther 12,31b, 13,4-8a)”.”


Quelle: Exekutivkomitee des Bischofsrats / EMKNI

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