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EMKNI - 03.05.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Ein neuer Präsident des Bischofsrats, der Fall Dammann, eine Behörde für junge Menschen und die Stärkung von ländlichen Gemeinden an der Generalkonferenz

Logo der GeneralkonferenzAm 29. April 2004 ist Peter D. Weaver, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) der Region Philadelphia, zum neuen Präsidenten des methodistischen Bischofsrats für die nächsten zwei Jahre eingesetzt worden. Dem methodistischen Bischofsrat gehören 50 aktive Bischöfe aus den Vereinigten Staaten, 18 aus Europa, Asien und Afrika sowie weltweit etwa 75 Bischöfe im Ruhestand an.
Die Bischöfe hatten im letzten November beschlossen, die präsidiale Amtszeit von einem auf zwei Jahre zu verlängern, um eine bessere Kontinuität in dieser Führungsrolle zu gewährleisten.
Bischof Weaver ist als Präsident des methodistischen Bischofsrats Nachfolger von Bischof Rüdiger Minor von der Region Eurasien. Minor bedankte sich, dass er dieses Amt inne haben konnte. Die Wahl war für ihn, die Kirche von Russland und für die Kollegen der Zentralkonferenzen aus Asien, Afrika und Europa eine Ehre. Minor rief Weaver auf, ein dienender Leiter seiner Kollegen zu sein und gemeinsam mit all ihren Gaben hinaus zu treten und Zeugen in der Welt zu sein.

Freispruch von Karen Dammann wird überprüft

Der Freispruch der lesbischen Pfarrerin Karan Dammann im März 2004 durch ein kirchliches Gericht der EMK von der Anklage, Praktiken ausgeübt zu haben, die nicht vereinbar mit einer christlichen Amtsführung seien, wird durch das höchste Gericht der EMK überprüft werden.
Am 29. April 2004 hat das höchste Gericht, der Rechtsrat (Judicial Council) der EMK, entschieden, dass das Praktizieren von Homosexualität ein pflichtiger Verstoss betreffend Geistliche sei. Mit einem 6:3 Beschluss hat das Gericht festgelegt, dass die Aussage „das Praktizieren von Homosexualität ist nicht vereinbar mit christlicher Lehre“ (Paragraph 304.3 der Kirchenordnung 2000) eine Erklärung der Generalkonferenz der EMK sei, die als einzige Körperschaft für die kirchliche Denomination der 10 Millionen Mitglieder sprechen kann. Nach dem Lesen dieser Entscheidung hat Pfarrer Maxie Dunnam von der Jährlichen Konferenz der EMK von Kentucky beantragt, dass der Rechtsrat gefragt werden soll, wie die „Bedeutung, Anwendung und Auswirkung“ dieses Entscheids vom 29. April im Bezug auf den Fall von Karen Dammann sein soll. Dunnam will vom Rechtsrat auch wissen, ob ein methodistischer Bischof jemanden legal einsetzen kann, der sich als praktizierend homosexuell bezeichnet. Pfarrer Frank Dorsey, Delgierter der Jährlichen Konferenz der EMK von Kansas, der gegen diesen Antrag war, sagte, dass dies „ein Stoss mit einem Messer in unsere Herzen sei, um die Kirche zu zerstören,“ aber der Antrag von Dunnam wurde mit 551 gegen 345 Stimmen von der Generalkonferenz angenommen.

Ein Traum für junge Menschen wird wahr

Die Delegierten der Generalkonferenz stimmten mit 780 gegen 109 Stimmen einem Antrag zu, eine neue kirchliche Behörde für junge Menschen einzusetzen. Die Generalkonferenz 2000 hatte den Auftrag erteilt, ein Projekt mit einen umfassenden, koordinierten Ansatz zu erarbeiten, um die Behörden der EMK, die mit junge Menschen zu tun haben, zu verbessern (siehe auch EMKNI-Meldung vom 26.02.2004). Das Budget für die neue Behörde von 6,6 Millionen US-Dollar, inklusive 1,8 Millionen US-Dollar vom allgemeinen Kirchenbudget, wurde mit 749 gegen 140 Stimme verabschiedet. "Dies ist ein historischer Moment," sagte Jeffrey Greenway, Delegierter der Jährlichen Konferenz von Pennsylvania und Vorsitzender des gesetzgebenden Komitees für Kirchenordnung. "Die jungen Leute haben uns ein Modell gezeigt, worin alten Dinge sterben und neue Dinge hinzu kommen.“ Ein Teil des Vorschlags ist, dass die "United Methodist Youth Organization“ und das "Forum for Adult Workers in Youth Ministry” aufgelöst werden. "Shared Mission Focus on Young People” wird integriert werden in die neue Behörde.

Ländliche Gemeinden sollen gestärkt werden

Die Generalkonferenz hat ein Budget von 425'000 US-Dollar verabschiedet, um ländliche Gemeinden der EMK zu stärken. Damit stimmten die Delegierten auch dem nationalen Plan "Town & Country Ministries“ zu, einem Programm des United Methodist Board of Global Ministries, Kirchgemeinden in ländlichen Kulturen und Kontexten in den nächsten vier Jahren zu stärken und zu unterstützen. Etwa ein Drittel der EMK-Mitglieder leben in ländlichen Gemeinden, gleichzeitig ist statistisch die Hälfte des Mitgliederschwunds auf diese Gemeinden zurückzuführen.


Quelle: EMKNI / UMNS / Generalkonferenz

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