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EMKNI - 06.05.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Ein Dank, eine Studie zu Mann und Kirche, "home missioner" und persönliche Eindrücke von Delegierten an der Generalkonferenz

Logo der GeneralkonferenzVor sechzehn Jahren stand Nancy Carruth, Delegierte der Jährlichen Konferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) von Louisiana, vor der Generalkonferenz der EMK und schlug vor, eine methodistische Schule zu gründen, die den afrikanischen Kontinent verändern könnte. Am 3. Mai 2004 kehrte sie auf das Podium an der Generalkonferenz 2004 in Pittsburgh zurück, um der Kirche für die Umsetzung dieser Vision in die Realität zu danken.
Im Jahr 1992 öffnete die Africa University, ein methodistisches Entwicklungsprojekt, in Mutare, Simbabwe, ihre Tore. Bischof Nkulu Ntanda Ntambo, Präsident der Africa University, sagte zu den Delegierten der Generalkonferenz: „Danke für alles, was Sie getan haben; wir sind daran, Afrika zu verändern.“
Die Africa University unterhält heute fünf Fakultäten: Theologie, Agrikultur, Sozialwissenschaft, Erziehungswissenschaft und Wirtschaftswissenschaft. Zur Zeit wird eine medizinische Fakultät aufgebaut. Bis jetzt haben 1'059 Personen aus 24 Ländern ihr Studium an der Universität abgeschlossen.

Studie zu Mann und Kirche

Warum besuchen weniger Männer als Frauen die Gottesdienste der EMK? Dieser und weiteren Fragen will die Generalkonferenz auf den Grund gehen und bewilligte, mit einem knappen Stimmverhältnis von 469 zu 443 Stimmen, einen Betrag von 35'961 US-Dollar für eine Studie zum Thema Mann und die Kirche. Die Studie soll den Zeitraum von 2005 bis 2008 umfassen. Laut Bill Smith, einem Delegierten der Jährlichen Konferenz der EMK von South Carolina, zeigen Untersuchungen, dass, wenn ein Mann der erste in einer Familie ist, der Christ wird, die Wahrscheinlichkeit bei 93% ist, dass die restliche Familie auch gläubig wird. Sind die Kinder zuerst gläubig, so liegt die Wahrscheinlichkeit bei 17%, ist zuerst die Frau gläubig, liegt die Wahrscheinlichkeit bei 27%, dass die restliche Familie folgt. "Wir müssen herausfinden, warum dies so ist," so Smith.

Neue Dienststelle für „home missioner“

Die EMK richtet eine neue kirchliche Dienststelle mit dem Namen „home missioner“ für Männer ein, die den diakonischen Dienst als Laien wahrnehmen. Eine dementsprechende Dienststelle für Frauen gibt es schon. „Home missioner“ soll den kirchlichen Dienst der Männer stärken und professionalisieren, sagte Pfarrer R. Randy Day, Generalsekretär des General Board of Global Ministries (GBGM), der weltweiten Missionsbehörde der EMK. Wie Diakone sollen sich die „home missioner“ dafür einsetzen, Leid zu vermindern, Ungerechtigkeiten zu verhindern und Menschen zu helfen, ihr persönliches Potential zu entwickeln. „Home missioner“ werden in örtlichen Kirchgemeinden, in sozialen Gemeinschaftseinrichtungen und in Behörden der Kirche tätig sein. Kandidaten für das Amt eines „home missioner“ werden durch das GBGM ernannt und sie bleiben weiter mit dem Board verbunden. Beauftragt werden „home missioner“, die vollzeitlich tätig sein werden, von einem Bischof.

Neue Mitglieder in den Rechtsrat und den Universitätssenat gewählt

Die Generalkonferenz 2004 hat vier neue Mitglieder, je zwei Pfarrer und zwei Laien, in den Rechtstrat, das oberste Gericht der EMK, gewählt und zwar Pfarrerin Susan Henry-Crowe, South Carolina, Pfarrer Dennis L. Blackwell, Greater New Jersey, sowie Jon R. Gray, Missouri, und Beth Capen, New York.
In den Universitätssenat wählte die Generalkonferenz 2004 vier neue Mitglieder und zwar Dr. Socorro Brito de Anda, Pfarrer L. Gregory Jones, Pfarrer David Maldonado, Jr., und Pfarrerin Rebekah Miles. Der Universitätssenat ist ein kirchliches Gremium von Berufstätigen mit einer höheren Bildung, die festlegen, welche Kriterien akademische Institutionen der EMK zu erfüllen haben.

Menschen an der Generalkonferenz 2004

Einige Delegierte, die an der Generalkonferenz 2004 teilnehmen, haben einen weiten Weg bis Pittsburgh zurückgelegt. So zum Beispiel die Delegierte Gulshan Titus, die 22 Stunden mit dem Flugzeug benötigte, um aus dem indischen Jaipur nach Pittsburgh zu reisen. Gekleidet in einem traditionellen Sari stellt sie bald fest, dass sie auf dieses Wetter nicht vorbereitet war. „Sie hätten mich warnen müssen, dass ich warme Kleider mitnehmen muss,“ so Titus.
Humphrey Sarfraz Peters brauchte mehr als 30 Stunden Flugzeit, um aus dem pakistanischen Peshawar Cantt nach Pittsburgh zu gelangen. Librada A. Lozano von den Philippinen musste als Teil ihres Reiseplans im Flughafen von Manila übernachten, um am nächsten Tag den Konferenzort in den Vereinigten Staaten zu erreichen. Auch Pfarrer Paul Matheri, Delegierter der Jährlichen Konferenz der EMK von Ostafrika, sagt, dass “es ein langer Weg bis nach Pittsburgh war.“ Er reiste von seinem Heimatort Naivasha in Kenia über Amsterdam und Detroit nach Pittsburgh.
Alle sind sich aber einig, dass sich die Reise gelohnt hat. Humphrey Sarfraz Peters sagt, dass von den 140 Millionen Einwohnern in Pakistan nur 2% Christen seien. „Es ist ein sehr gutes Gefühl, hierher zu kommen und die Gegenwart des Leibes Christi zu spüren,“ sagt er . „Du weisst, dass Du nicht allein bist und Du kannst die Gute Nachricht miteinander teilen.“ Pfarrer Paul Matheri meint: „Wir sind Teil eines sehr grossen und starken Leibes. Wenn ich zurückkehre, werde ich meinen Leuten erzählen, dass wir nicht nur eine kleine Familie sind, wie wir es zu Hause erleben, sondern wir sind Teil eines grösseren Leibes.“ Und Gulshan Titus pflichtet bei: „Ich habe noch nie eine so grosse Veranstaltung gesehen. Es ist eine sehr schöne Erfahrung.“


Quelle: EMKNI / UMNS / Generalkonferenz

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