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EMKNI - 07.05.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Ablehnung der Entwicklung von Embryos zu Forschungszwecken, eine Studie, AIDS, ein Slogan, die Bildungsstätten der EMK und eine friedliche Demonstration an der Generalkonferenz

Logo der GeneralkonferenzDie Delegierten an der Generalkonferenz der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Pittsburgh lehnten deutlich mit 708 zu 171 Stimmen die Entwicklung sowie Vernichtung von menschlichen Embryos für reine Forschungszwecke ab.

Studie über sexuelle Identität und Selbstmord bei Teenagern

Die Delegierten beschlossen weiter, eine Arbeitsgruppe einzusetzen, die den Zusammenhang zwischen Teeangern, die sich mit der eigenen Sexualität beschäftigen, und dem Risiko von Selbstmorden untersuchen soll. Eine Untersuchung der amerikanischen Regierung hatte im letzten Jahr herausgefunden, dass einer von dreizehn Schülern an einer amerikanischen High School einen Selbstmordversuch unternimmt. So wäre bei Teenagern, die sich mit der eigenen Sexualität beschäftigen, das Risiko zwei bis drei Mal höher, einen Selbstmordversuch zu unternehmen, als bei anderen Jugendlichen.
Der Arbeitsgruppe wurde für ihre Bemühungen ein Budget von 375'000 US-Dollar bewilligt. Sie wird eine Zusammenfassung der Forschung zu diesem Thema präsentieren und nach Möglichkeiten suchen, wie man Gemeinden und Familien zum Thema Selbstmord bei Teenagern ansprechen kann.
An der Generalkonferenz erinnerten Delegierten daran, dass die sexuelle Identität nicht der einzige Grund für Selbstmorde bei Teenagern sei.

Weltweite Sammlung zur Bekämpfung von AIDS

Die Delegierten der Generalkonferenz bewilligten eine weltweite Spendensammlung in der EMK zur Bekämpfung von AIDS. Der Plan sieht vor, drei Millionen US-Dollar durch Zuweisungen innerhalb der EMK und fünf Millionen durch Spenden zu erhalten.

Der Slogan bleibt

Die EMK wird auch für die nächsten vier Jahre öffentlich mit dem Slogan “Open Hearts. Open Minds. Open Doors.” auftreten, aber sie wird weniger Geld in die Werbung stecken. So wurde das Budget von 33,5 Millionen US-Dollar für Fernsehwerbung auf 22 Millionen Dollar gekürzt.

Bildungsstätten der EMK werden unterstützt

Der EMK gehörten im Jahr 2003 weltweit mehr als 10 Millionen Mitglieder an. Dieses Wachstum kann zum Teil auf evangelistische Bemühungen in Afrika, im Südosten von Asien und in Europa zurückgeführt werden. Die Delegierten der Generalkonferenz haben darum beschlossen, Bildungsstätten der Kirche in diesen Regionen und rund um die Welt zu unterstützen, um die Menschen noch besser auszubilden, die in der Kirche tätig sind. So beschlossen die Delegierten an der Generalkonferenz, einen weltweiten Fonds von 4 Millionen US-Dollar bereit zu stellen, um die 748 Schulen, Colleges, Universitäten und Seminare der EMK in 69 Ländern damit zu unterstützen. Die Delegierten beschlossen auch, dass die Africa University in Mutare, Simbabwe, in den nächsten vier Jahren 10 Millionen US-Dollar aus verschiedenen Mitteln erhalten soll. Ausserdem soll in den nächsten vier Jahren weitere 10 Millionen US-Dollar durch Spenden für die Africa University gesammelt werden.

Friedliche Demonstration an der Generalkonferenz

Um 11.10 Uhr wurden gestern die Verhandlungen an der Generalkonferenz friedvoll unterbrochen. Zum Rhythmus einer einzelnen Trommel umrundeten über 500 Menschen den Konferenzsaal, sangen Versöhnungslieder und trugen Fahnen vor sich her. Die Demonstration wurde von Soulforce geleitet, einer Gruppe, die sich für die Rechte von homosexuellen Menschen einsetzt. „Die Trommel erinnert uns daran, dass wir Gäste unter uns haben,“ sagte die methodistische Bischöfin Janice Huie aus Arkansas, die die morgendliche Sitzung leitete. Es lässt die Vermutung zu, dass die Demonstration im Voraus angekündigt wurde. „Sie kommen in Frieden als Zeugen unter uns,“ so Bischöfin Huie weiter. „Ich lade Euch ein, die Liebe Gottes mit diesen Fremden und Freunden auszudrücken.“
Jim Perry, Vorsitzender des Komitees für die Generalkonferenz, sagte an einer Pressekonferenz, die nach der Demonstration stattfand, dass er der Ansicht ist, „es sei ein friedvoller und andächtiger Moment gewesen.“ Perry: „Dies war unser Ziel über die letzten vier Jahre der Planung für diese Konferenz, dass wir eine fried- und respektvolle Konversation haben werden.“ Und er meinte weiter: „Es ist meine Hoffnung, dass dies den Menschen hilft, einander näher verbunden zu sein, ob sie nun in dieser Angelegenheit übereinstimmen oder nicht.“


Quelle: EMKNI / UMNS / Generalkonferenz

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