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EMKNI - 25.11.2004   Zurück zur Übersicht

Elfenbeinküste: Evangelisch-methodistische Christen beklagen Opfer des Konflikts in der Republik Elfenbeinküste.

Benjamin Boni, Distriktsvorsteher der EMK in der Republik Elfenbeinküste, verurteilt die Gewalt, und fordert in einer Radio- und Fernsehmitteilung zu einem Überdenken des starken Nationalismus auf.Zwar ist der Kontakt mit der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in der Republik Elfenbeinküste schwierig. Trotzdem konnte das General Board of Global Ministries (GBGM - die Missionsbehörde der Kirche in den USA) bestätigen, dass der am 4. November bei einem Angriff der Luftstreifkräfte der Republik Elfenbeinküste auf ein französisches Militärlager umgekommene Zivilist N.M. Robert Carsky in Verbindung stand zur Galilee United Methodist Church (UMC) in Englewood, New Jersey. Er war Mitarbeiter der African Rice Development Agency. Carskys Frau Rebbecca wuchs in der Galilee UMC auf, wo ihre Mutter Mitglied war.
Carsky wäre am Tag nach seinem überraschenden Tod ausgeflogen worden. Bei dem Angriff auf das französische Militärlager kamen neun weitere Personen ums Leben und 38 französische Soldaten wurden verletzt.
Seit dem erneuten Ausbruch der Unruhen im afrikanischen Land sind bei Straßenunruhen 67 Einheimische umgekommen und 1300 wurden verletzt.
In einer Verlautbarung, die vom staatlichen ivorischen Fernsehen und Radio ausgestrahlt wurde, verurteilte der Distriktsvorsteher (Superintendent) der EMK Benjamin Boni das Töten, und rief zu einem Stopp der Gewalt auf. Man solle vielmehr den starken Nationalismus an der Elfenbeinküste überdenken. Im verlesenen Manuskript finden sich die folgenden Sätze: „Die Evangelisch-methodistischen Kirche in der Republik Elfenbeinküste teilt die Sogen und den Schmerz der vor Kummer gezeichneten einheimischen, französischen und amerikanischen Familien... Die Kirche bedauert das Ausmass des Tötens und Massakrierens, welche diese Zeit der Ungewissheit charakterisieren. Die Kirche wünscht sich eine schnelle Genesung von allen Verwundungen.“ Weiter wird die Republik Elfenbeinküste als „offenes und gastfreundliches Land“ beschrieben und Benjamin Boni ermutigt die Menschen, im Land zu bleiben.
In der Republik Elfenbeinküste gibt es einen lang andauernden Konflikt zwischen dem nördlichen, muslimischen Teil des Landes und der südlichen, christlichen Region. Nebst diesem religiösen und regionalen Konflikt findet auch ein Machtkampf um die Kontrolle der weltweit grössten Kakaoproduktion statt. Seit dem 15. November herrscht wieder relative Ruhe in der Republik Elfenbeinküste An diesem Tag verhängte der UN Sicherheitsrat ein Waffenembargo für alle Konfliktparteien.


Quelle: Newscope

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