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EMKNI - 11.10.2004   Zurück zur Übersicht

Bethesda Strasbourg: Aufbruch der Schwestern in eine neue Aufgabe

Am 9./10. Oktober 2004 feierten die Diakonissen vom Bethesda den Einzug in ihr neues “Heim“ am Quai Zorn in Strasbourg. Das Haus wurde durch Heinrich Bolleter, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), eingeweiht. Am Sonntag haben auch die EMK-Gemeinden und die lutherische Stadtgemeinde von Strasbourg in einem festlichen Gottesdienst die Freude mit den Schwestern geteilt.

Der Umzug ist die Konsequenz einer Grundsatzentscheidung der Diakonissen, sich aus der Association Diaconat Bethesda rechtlich heraus zu lösen und eine eigene Congrégation zu gründen. Sie haben sich also aus der Klinik zurückgezogen und die Vision eines neuen Projektes, eines neuen Dienstes am Mitmenschen, begonnen.

Das neue Heim soll also nicht nur als Wohnhaus für die Schwestern dienen. Es bietet sehr viel Raum an, gemeint sind kleine Studios und Gästezimmer, um Menschen auf zu nehmen, welche vorübergehend eine Begleitung brauchen: Personen in einer Lebenskrise oder Menschen, die eine Zeit der Erholung brauchen. Das Angebot ist Begleitung in einem familiären Rahmen und mit einem spirituellen Angebot.

Die Schwestern, von denen nur noch zwei unter 65 Jahre alt sind, möchten einen Ort zum Leben, einen Ort zum Hören und Beten, einen Ort zum Genesen anbieten. Gebeugte Menschen sollen wieder aufrecht gehen lernen.

Mit der Einweihung des Gebäudes ist der erste Schritt getan. Das Gebäude hat eine eigene Geschichte. 1894 wurde es als Heim für pensionierte Lehrerinnen gebaut. In der damaligen Zeit war es nicht üblich, dass Lehrerinnen verheiratet waren, und das geringe Salär erlaubte keine wirkliche Vorsorge für das Alter. Seit mehreren Jahren war das Haus stillgelegt, bis es im Jahr 2000 durch den Premierminister dem Bethesda vermacht wurde. Es gehört heute der Congregation der Schwestern und wurde mit der Hilfe der “Mutter“, dem Bethesda Wuppertal und der “Tochter“, dem Bethesda Basel, und anderen Donatoren in ein wunderschönes Heim umgebaut.

Ort und Projekt sind neu; aber die Berufung der Diakonissen bleibt die gleiche: “Lieben und Dienen im Namen des Herrn Jesus Christus“. Auch die Erwartung, dass sich neue Frauen der Congrégation anschliessen, ist lebendig.


Quelle: Sekretariat des Bischofs

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