Alte Version dieser Seite EMKNI en français
-
EMKNI - 20.10.2004   Zurück zur Übersicht

Europa: Konsultation über gegenseitige Anerkennung

Fragen zur Lehre der Kirche (Ekklesiologie) stehen vom 22. bis 24. Oktober 2004 im Mittelpunkt einer Konsultation zwischen der evangelischen Dachorganisation "Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa" (GEKE) und den Anglikanern in Strassburg. Mit dieser Konsultation nimmt die GEKE die Gespräche mit der anglikanischen Kirche wieder auf, die im Jahr 1995 begonnen wurden.

Der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Bischof Dr. Hans Christian Knuth (Schleswig), hat sich nun in einem Brief dafür ausgesprochen, das so genannte Leuenberg-Modell „selbstbewusst“ im ökumenischen Dialog zu vertreten. Bischof Knuth leitet die Delegation der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) - Leuenberger Kirchengemeinschaft auf der Konsultation auf dem Liebfrauenberg bei Strassburg (Frankreich) mit Vertretern anglikanischer Kirchen aus England, Irland, Schottland und Wales.

Fernziel des Dialogs, so Knuth, müsse die gegenseitige Anerkennung als Kirchen sowie volle Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft sein, wie sie zwischen den in der GEKE zusammengeschlossenen reformierten, unierten, lutherischen, methodistischen und vorreformatorischen Kirchen bestehe. „Mit der ,Leuenberger Konkordie’ haben wir ein ökumenisches Modell, das seine Vitalität in den vergangenen dreissig Jahren deutlich bewiesen hat,“ schreibt Bischof Knuth an die Mitglieder der GEKE-Delegation.

Zur „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ (GEKE) haben sich 103 protestantische Kirchen in Europa (und in Südamerika) zusammen geschlossen. Lutherische, reformierte, unierte, methodistische und hussitische Kirchen gewähren einander durch ihre Zustimmung zur Leuenberger Konkordie von 1973 Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft. Die fünf protestantischen Kirchen in Südamerika, die zur GEKE gehören, haben sich aus früheren Einwandererkirchen entwickelt. Zwischen den Vollversammlungen führt der 13 Personen umfassende Exekutivausschuss die Geschäfte. Geschäftsführende Präsidentin ist die Professorin für Praktische Theologie, Dr. Elisabeth Parmentier (Strassburg).


Quelle: Adventistischer Pressedienst (APD)

-----------
Veröffentlichung nur mit Quellenangabe "EMK News" gestattet!
Bitte senden Sie Ihre Bemerkung an die folgende Mailadresse:
"emknews-redaktion at umc-europe punkt org"