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EMKNI - 22.10.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Bischof Bolleter zur Kampagne gegen die Armut

Heinrich Bolleter, Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) von Mittel- und Südeuropa äussert sich zur Kampagne gegen die Armut wie folgt:

Micha 6,8: "Es ist dir gesagt Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott".

Am Tag der Vereinigten Nationen (UNO) zur Überwindung der Armut am 17. Oktober 2004 hat die weltweite Evangelische Allianz die "Micha-Kampagne" gestartet. Es geht darum, auf dem Hintergrund des Wortes aus dem Propheten Micha, sich einzusetzen gegen die Armut in dieser Welt. Die Kampagne soll 10 Jahre dauern. Eine Million Christen in 100 Ländern sollen auf ihre Regierungen Druck ausüben, die Weltarmut bis 2015 auf die Hälfte zu reduzieren. Die christlichen Hilfswerke werden diese Kampagne aufgreifen und überall um ein vertieftes Engagement gegen die Armut in der Welt zu kämpfen.

Auf Seiten der EMK werden wir diese Kampagne ganz gewiss unterstützen. Schon 1996 startete der Bischofsrat die Initiative "Children and Poverty" (Kinder und Armut). Die Bischöfe waren überzeugt, dass die Kirche nicht mehr Programme braucht, sondern einen klaren Fokus, der sie zu den Wurzel Wesleys und des Evangeliums zurückführt. Die Kirche soll einen neuen Aufbruch wagen und eine neue Gestalt bekommen, indem sie sich gemäss dem Ruf Jesu um die "Geringsten" kümmert. Die Initiative ist sehr gut angelaufen mit einem hohen persönlichen Engagement aller Bischöfe. Im Frühjahr 2001 bestätigten die Bischöfe diese Priorität der Kirche. Es scheint die Zeit gekommen, dass wir in der EMK Schweiz/ Frankreich diesen Schwerpunkt bewusster ausgestalten.

Armut wird auch das Thema der nächsten gemeinsamen „Europa“-Ausgabe der drei methodistischen Zeitschriften aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sein, die Ende Jahr erscheint.


Quelle: Heinrich Bolleter, Bischof der EMK von Mittel- und Südeuropa

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