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EMKNI - 06.09.2004   Zurück zur Übersicht

Schweiz: Dreimal Ja zur erleichterten Einbürgerung und zur Mutterschaftsversicherung

Erleichterte Einbürgerung
Personen, die gut in den schweizerischen Kulturkreis integriert sind, und voraussichtlich ihr gesamtes Leben in diesem Land verbringen werden, sollen von einer erleichterten Einbürgerung profitieren können. Das ist die Ansicht des Ausschusses Kirche und Gesellschaft (KA24), der sich im Auftrag der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Schweiz mit sozialen und ethischen Themen beschäftigt.
Besonders Kinder der dritten Generation, welche in der Schweiz geboren und gross geworden sind, verstehen sich als Teil dieser Gesellschaft, sprechen mindestens eine Landessprache, und kennen das Herkunftsland ihrer Grosseltern und Eltern oft nur aus den Ferien. Das trifft auch zu bei vielen Menschen der zweiten Einwanderergeneration. Sie aufgrund der Herkunft ihrer Eltern und Grosseltern als Ausländer zu verstehen wirkt künstlich und erschwert einem wesentlichen Teil der in der Schweiz ansässigen und assimilierten Bevölkerung die Integration und Mitsprache. Der KA24 empfiehlt aus diesem und anderen Gründen die Annahme der beiden Vorlagen zur erleichterten Einbürgerung. Zugleich stellt er sich hinter die Argumentation des Rates des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK). Das Dokument ist unter
http://www.sek-feps.ch/media/pdf/stellungnahme/argumentarium_buergerrecht_2004.pdf
zu finden.

Mutterschaftsversicherung
Auch bei der Mutterschaftsversicherung folgt der KA24 dem Rat des SEK und empfiehlt die Annahme dieser Vorlage.
(Siehe dazu http://www.sek-feps.ch/media/pdf/stellungnahme/argumentarium_buergerrecht_2004.pdf!)
Kinder sind ein erhebliches Armutsrisiko für allein erziehende Mütter. Diese kommen meist nicht um eine Erwerbarbeit herum. Hier ist die Mutterschaftsversicherung wie eine Brücke zwischen Familien- und Arbeitswelt. Mit einer auf 14 Wochen nach der Geburt begrenzten Mutterschaftsentschädigung wird zudem dazu beigetragen, dass der Kinderwunsch nicht wirtschaftlichen Kriterien geopfert wird.
Ein Wehrmutstropfen bleibt, dass nicht alle Mütter, sondern nur die während mindestens 5 Schwangerschaftsmonaten berufstätigen von der vorgesehenen Mutterschaftsversicherung profitieren können. Doch das ist kein Grund, die aktuellen Gesetzesvorlage abzulehnen, sondern vielmehr für Nachbesserungen zu späterer Zeit.

Der KA24 spricht nicht im Namen der gesamten Evangelisch-methodistischen Kirche, sondern als Fachgremium zu Themen von Kirche und Gesellschaft.


Quelle: EMKNI

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