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EMKNI - 08.09.2004   Zurück zur Übersicht

Welt: Missionsorganisation der EMK sagt Unterstützung zu nach Tragödie in Beslan

Führende Vertreter der weltweit operierenden evangelisch-methodistischen Missionsorganisation teilten in einem Brief, überschrieben mit "Eine Botschaft an die Evangelisch-methodistische Kirche Russlands und deren Nachbarstaaten in einer Zeit der Prüfung", am 7. September mit, dass es ihnen "Weh ums Herz" sei für die Menschen Russland nach dem terroristischen Angriff, der über 450 Menschen das Leben kostete.
Das General Board of Global Ministries (GBGM), die Missionsorganisation der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK), versprachen den Ausbau ihrer Unterstützung für Russland. Unterzeichnet ist das Schreiben vom Präsidenten des GBGM Bischof Joel N. Martinez und dem obersten Leiter des GBGM Pfarrer Randy Day.
"Die Direktoren und das Personal des General Board of Global Ministries reichen den Methodisten und ihren Nachbarn in Russland die Hände des Glaubens in dieser Zeit terroristischer Selbstmordanschlägen, welche Furcht und Unsicherheit über eure Nation und das tägliche Leben bringen," schreiben Martinez und Day.
"Es tut uns im Herzen weh angesichts der Todesopfer an der Schule in Beslan... Der Dienst an Kindern und Jugendlichen gehört zu unserer wichtigsten Missionsaufgaben. Die Ermordung und Verwundung von Kindern und deren Lehrer treibt uns Tränen in die Augen und schmerzt im Herzen. Wir beten für die Familien und die Opfer, und wir treten an die Seite der russländischen Menschen in dieser Zeit nationaler Trauer. Alle unsere Mitarbeiter stehen an diesem Tag zusammen im Gebet zur Erinnerung an die Opfer", schreiben Martinez und Day weiter.
Das United Methodist Committee on Relief (UMCOR), das Hilfwerk der weltweiten EMK wird Hilfspakete für die Schule und die Behandlung von Opfern in die Region Beslan senden, teilte Linda Beher, Informationsbeauftragte von UMCOR mit. Das Zusammenstellen der Hilfspakete sei ein gutes Projekt für Kirchgemeinden oder Unterrichtsklassen, regte Linda Beher an.
Mehr als 350 Menschen, mindestens die Hälfte davon Kinder, wurden am 3. September nach dreitägiger Geiselhaft in der Schule Beslan getötet. Militante hatten die Schule im südlichen Russland in ihre Gewalt gebracht um damit einmal mehr auf den Krieg in der Republik Tschetschenien hinzuweisen. Schon seit vielen Jahren bekämpfen sich dort separatistische Rebellen und die Russische Armee.
Das GBGM schliesst in die Trauer um die Opfer von Beslan auch die 90 Toten zweier Flugzeugabstürze am 24. August mit ein, und die 10 Getöteten des Selbstmordanschlags in einer U-Bahn-Station am 31. August. Alle dieser Ereignisse haben etwas zu tun mit dem Tschetschenienkonflikt.
Matinez und Day versprachen, für die Leiter der EMK Russlands zu beten, einschliesslich Bischof Rüdiger Minor in Moskau.
"Wir sprechen auch unsere Anteilnahme aus und übermitteln von der Liebe getragene Grüsse an die Russisch-orthodoxe Kirche, mit der wir als Partnerkirche im Ökumenischen Rat der Kirche verbunden sind", schreiben Day und Martinez.
Der ganze Wortlaut des Schreibens kann unter http://www.umc.org/interior.asp?ptid=2&mid=5629 eingesehen werden.


Quelle: United Methodist News Service

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