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EMKNI - 04.04.2005   Zurück zur Übersicht

Welt/Schweiz: Der Rat SEK zum Hinschied von Papst Johannes Paul II.

In einem Brief an die Schweizer Bischofskonferenz bekundet der Rat SEK sein Beileid zum Hinschied von Papst Johannes Paul II. Er würdigt darin insbesondere seine unermüdliche Vermittlung grundlegender christlicher Werte und seine Bemühungen um Völkerverständigung und Frieden.

«Durch seine mit Tapferkeit ertragene Krankheit ist Papst Johannes Paul II. für viele leidende Menschen zu einem Beispiel der Hoffnung und Zuversicht geworden» bekräftigt der Rat SEK den Schweizer Bischöfen und den römisch-katholischen Mitchristen.
Auf unzähligen Reisen ist es dem Papst gelungen, grundlegende christliche Werte zu vermitteln und Menschen in schwierigen Lebensumständen Hoffnung zuzusprechen. Über die Grenzen der römisch-katholischen Welt hinaus hat das Wirken des Papstes Christinnen und Christen dazu ermutigt, in der Nachfolge Jesu Christi zu leben und zu wachsen. Die grossen Bemühungen des Papstes um Völkerverständigung und Frieden sind zum Segen für viele Menschen geworden. In herausragender Weise hat der Papst den Dialog zwischen den Religionen und Kulturen gefördert und sich für Versöhnung insbesondere auch in Europa eingesetzt. Dass er dabei die Vertreter der drei abrahamitischen Religionen wiederholt miteinander ins Gespräch gebracht hat, bleibt auch für die reformatorischen Kirchen von Bedeutung.
Die römisch-katholische Kirche und die Kirchen der Reformation sind sich im Verlauf der Zeit stetig näher gekommen. Noch aber ist die Einheit zwischen unseren Kirchen schmerzlich unvollkommen. Nicht in allem vermögen Evangelische Christen dem Engagement von Papst Johannes Paul II zu folgen. Unbestritten aber ist das Wissen darum, dass dieser Papst sein Leben in den Dienst am Leib Christi gestellt hat. Dafür ist auch der Schweizerische Evangelische Kirchenbund sehr dankbar. Mögen deshalb auch die von Papst Johannes Paul II. mit Nachdruck verfolgten ökumenischen Initiativen dazu beitragen, dass die Hindernisse zwischen unseren Konfessionen kleiner werden.


Quelle: Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund (SEK)

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