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EMKNI - 11.04.2005   Zurück zur Übersicht

Deutschland: Gemeinde in Stuttgart nimmt ihre Kirche wieder in Gebrauch

Nach dem Amoklauf hat die Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Stuttgart-Zuffenhausen ihr Gotteshaus, die Christuskirche in der Stuttgarter Cheruskerstrasse, wieder in Gebrauch genommen.

Gestern um 10 Uhr traf sich die Gemeinde zusammen mit Rosemarie Wenner, Bischöfin der EMK in Deutschland, zu einem ökumenischen Gottesdienst in der benachbarten evangelischen Pauluskirche in Stuttgart-Zuffenhausen. Nach Schluss des gemeinsamen Gottesdienstes zogen Christen aller Konfessionen in einem Trauermarsch mit Kerzen als Zeichen des Friedens in die Christuskirche, um diese in einer kurzen Feier wieder der Gemeinde und dem gottesdienstlichen Gebrauch zu übergeben.

Am Sonntag, dem 3. April 2005, hatten sich beim Gottesdienst einer baptistisch-charismatisch geprägten Gemeinde von Tamilen, die seit vielen Jahren in der Christuskirche der EMK Gastrecht geniesst, dramatische Szenen abgespielt. Ein 25 Jahre alter Tamile schlug mit einem "Samurai-Schwert" wahllos um sich, tötete dabei eine Frau und verletzte drei weitere Menschen schwer, bevor er in der Kirche von der Polizei überwältigt werden konnte.

In den Räumen evangelisch-methodistischer Gemeinden in Deutschland geniessen immer wieder Gemeinden anderer Herkunft und Sprache Gastrecht für ihre Gottesdienste und Gemeindezusammenkünfte. Die Ereignisse des vergangenen Sonntags in Stuttgart-Zuffenhausen jedoch sind vollkommen singulär und stellen auch für die gastgebende Gemeinde eine starke Belastung dar.


Quelle: Dr. Karl-Heinz Hecke, unterwegs / EMKNI

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